Kantonsschule
Jeder vierte Jugendliche im Kanton Solothurn besucht das Gymnasium

Die Kantonsschulen Olten und Solothurn haben ihre Aufnahmeverfahren abgeschlossen. Dieses Jahr werden 589 Schüler in die gymnasialen Maturitätslehrgänge aufgenommen. Im letzten Jahr waren es 430.

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Die Kantonsschulen in Solothurn und Olten nehmen wegen dem Systemwechsel mehr Schüler auf.

Die Kantonsschulen in Solothurn und Olten nehmen wegen dem Systemwechsel mehr Schüler auf.

fg/bko

Wegen des Systemwechsels durch die Reform der Sekundarstufe I treten dieses Jahr sowohl Schüler der Sek P wie auch der bisherigen Bezirksschulen und der Untergymnasien ins Gymnasium ein. Dies hat zur Folge, dass im Sommer 2013 deutlich mehr Schüler ins Gymnasium aufgenommen werden als üblich.

Wie es in einem Communiqué der Staatskanzlei heisst, stammen von den Aufgenommenen 80 Prozent aus der Sekundarschule P, die übrigen aus der Bezirksschule respektive dem Untergymnasium. 589 Schüler wurden ins Gymnasium aufgenommen - damit wird ab Sommer jeder vierte Jugendliche dieses Altersjahrgangs das Gymnasium besuchen.

Weniger Physik und Mathe

An der Kantonsschule Solothurn verzeichnen die Schwerpunktfächer Biologie/Chemie, Wirtschaft und Recht sowie Bildnerisches Gestalten und Musik deutliche Zunahmen. Diesem gegenüber steht ein Rückgang in Physik/Anwendungen der Mathematik und ein etwa gleich hohes Interesse bei den sprachlichen Schwerpunktfächern.

Markant häufiger gewählt wurden in Olten die mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunktrichtungen sowie Wirtschaft und Recht. Das Interesse für die übrigen Schwerpunkte bewegt sich im Bereich des Vorjahrs.

Mehr Schüler in Fachmittelschule

Gegenüber dem Vorjahr haben sich mehr Schüler für die Fachmittelschule angemeldet. 147 sind zur Aufnahmeprüfung angetreten, aufgenommen wurden nach bestandener Prüfung und nach Berücksichtigung von Rückzügen 89 Kandidaten (Vorjahr 75). Dies entspricht einer Aufnahmequote von 3,8 Prozent der Jugendlichen dieses Altersjahrgangs.

Angeboten werden wie bisher die Berufsfelder Pädagogik, Gesundheit und Soziale Arbeit. Die für die Fachmittelschule und die Berufsmaturitätsschule einheitlichen Aufnahmeprüfungen fanden Ende März statt.

21,9 Prozent in Sek P

Im Sommer treten an den beiden Kantonsschulen insgesamt 246 Schüler in eine Klasse der Sekundarstufe P. Dies entspricht einer Aufnahmequote von 21,9 Prozent der Jugendlichen dieses Altersjahrgangs. Die Zuweisung zur Sek P erfolgt durch die Primarschulen und stützt sich auf die kantonale Vergleichsarbeit in der 6. Primarklasse, auf die Erfahrungsnoten und auf das Lehrerurteil. (mgt/ldu)