Obwohl das Wetter nicht einlud zu einer Fahrt nach Mümliswil, war die Wintertagung der Katholischen Bauernvereinigung des Kantons Solothurn am Sonntag gut besucht. Vormittags stellte Diakon Markus Heil den Gottesdienst in der Pfarrkirche unter das Motto «Ich bin getauft, also gesegnet». Er plädierte dafür, dass man daraus Kraft und Vertrauen schöpfen soll für den Alltag, im Umgang mit den Mitmenschen, ebenso mit jenen, um die wir lieber einen Bogen machen.

Auch dieses Jahr hatte sich Präsidentin Andrea Nussbaumer zusammen mit den Vorstandsmitgliedern ein unterhaltsames Programm ausgedacht. CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt warb für die Kostenbremse-Initiative seiner Partei. Diese eidgenössische Volksinitiative verlangt, dass die Krankenkassenprämien nicht mehr steigen als die Löhne. Jährlich sollen 6 Milliarden Franken eingespart werden, denn so viel kosten gemäss den Initianten Übertherapie und «Verschreibungswahnsinn» bei Medikamenten. «Die Entlastung der Prämienzahlenden wäre ohne Qualitätsverlust möglich», hielt Stefan Müller fest, «es muss endlich gehandelt werden.»

Nationalrat Stefan Müller wirbt für «seine» eidgenössische Volksinitiative «Für tiefere Prämien – Kostenbremse im Gesundheitswesen»

Nationalrat Stefan Müller wirbt für «seine» eidgenössische Volksinitiative «Für tiefere Prämien – Kostenbremse im Gesundheitswesen»

Nach dem Mittagessen trat Rita Steiner-Lippuner, bäuerlich-hauswirtschaftliche Beraterin und Fachlehrerin am Bildungszentrum Wallierhof, ans Rednerpult. «Von mir aus gesehen sollte jede Person ab 18 Jahren einen Vorsorgeauftrag erstellen», riet sie. Dort werden nämlich im Falle von Urteilsunfähigkeit, die nicht nur im Alter, sondern auch früher durch Krankheit oder Unfall eintreten kann, drei Lebensbereiche geregelt: die Personensorge, die Vermögenssorge und die Vertretung im Rechtsverkehr. Sie empfahl besonders das Vorsorgedossier Docupass von Pro Senectute.