«Wie gewonnen so zerronnen», schreibt die Solothurner Gebäudeversicherung (SGV) über den am Dienstag publizierten Geschäftsbericht 2017. «Gewonnen» hat die SGV, bei welcher über 99'000 Gebäude im ganzen Kanton versichert sind, einen Jahresgewinn von 17.9 Millionen Franken. «Zerronnen» sei dieser aufgrund der Sturmschäden vom Januar.

Aufgrund von Erträgen aus ihren Kapitalanlagen stockte die SGV 2017 ihren Fonds zur Schadensdeckungsreserve um rund 18 Millionen Franken auf 279 Millionen Franken auf. Zudem seien die Brandschäden vergleichsweise tief ausgefallen. So betrugen diese 2017 rund 11 Millionen Franken – im Durchschnitt sind es 15 Millionen. Auch die Elementarschäden fielen mit 6 Millionen tiefer als der jährliche Durchschnitt von 8 Millionen aus. Auch diese eher niedrigen Schadenssummen führten dazu, dass die SGV 2017 Gewinn machte.

Dieser ist laut Mitteilung aber bereits wieder «pulverisiert». Der Grund: «Burglind», «Evi» und «Friederike». Die Stürme im Januar sorgten vor allem im unteren Kantonsteil für grosse Schäden. Insgesamt vermeldet die SGV 7000 Gebäudeschäden. «Burglind» verursachte laut SGV-Direktor Markus Schüpbach knapp 17 Millionen Franken Schaden. «Evi» und «Friederike» gemeinsam nochmals gut eine Million.

Zusammengezählt ist das bereits mehr als der Jahresgewinn 2017. Solche Schäden könne man halt nicht vorhersagen, so Schüpbach weiter. Für die SGV sei es nun eine «sportliche Herausforderung», bis Ende Jahr auf eine «schwarze Null» zu kommen. Man sei aber zuversichtlich. (mgt/szr)

Aufräumen nach Burglind: Spezialisten befreien das Pfahlbauer-Häuschen von umgestürzten Bäumen.

Aufräumen nach Burglind: Spezialisten befreien das Pfahlbauer-Häuschen von umgestürzten Bäumen.