Nach dem Kunstverein Olten ist es dieses Jahr wieder der Kunstverein Solothurn, der verantwortlich zeichnet für die jährliche Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden. Die Jurymitglieder Hilar Stadler (Präsident), Leiter des Museums am Bellpark Kriens, Mario Sala, Künstler, Christiane Ern, Vorstandsmitglied, und Brigitte Müller, Präsidentin des Kunstvereins, haben aus über 500 eingereichten Werken 66 Arbeiten von 44 Künstlern ausgewählt. Diese sind nun in einer anregenden, abwechslungsreichen, aber nicht überladenen Hängung in den Parterre-Sälen des Kunstmuseums Solothurn zu sehen.

Erfreulich sei, so Brigitte Müller, dass neben jungen, unbekannten Kunstschaffenden auch die Arrivierten und Älteren bei der Jahresausstellung mitmachten. «Ein schöner Mix durch alle Generationen wurde so erreicht.» Insbesondere bei den Jüngeren falle eine Tendenz zum malerischen Schaffen auf, stellt die Jury fest. Ebenfalls seien wieder vermehrt installative Arbeiten eingereicht worden. Der Ausstellungspreis der Stadt Solothurn geht an Selina Frölicher und Micha Bietenhader für ihre Installation «Annäherungen».

Im Graphischen Kabinett werden, eingeladen vom Kunstverein Solothurn, bereits zum fünften Mal in der Ausstellung «Freispiel» mit dem Beginn der Jahresausstellung drei Kunstschaffende Werke aus ihrem Schaffen zeigen.

Dieses Jahr sind die drei Künstlerinnen Lex Vögtli, Dimitra Charamandas und Maja Rieder zu entdecken. Lex Vögtli ist in Solothurn aufgewachsen und lebt in Basel. Sie lässt mit Collagen, Bildern und Installationen teil an ihrer oft auch surrealen Bilderwelt teilnehmen. Dimitra Charamandas, aus Solothurn, zurzeit in Amsterdam lebend, hat in einem Raum eine von grossformatigen Gemälden dominierte Schau in ihr Seelenleben arrangiert. Maja Rieder stammt aus Kestenholz und lebt in Basel. Sie bemisst auf grossformatigen, in grosszügigem Gestus gemaltem Papieren den Raum.