Zuchwil
Jagdhundeschau für Jagdlehrlinge

Am Nordwestschweizer Jagdhundetag in Zuchwil konnten rund 60 der 69 Jagdhunderassen bestaunt werden.

Roland Büttiker
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Am Wochenende zeigte sich in Zuchwil: Jagdhund ist nicht einfach Jagdhund.
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Nordwestschweizer Jagdhundetag 2017 in Zuchwil

Am Wochenende zeigte sich in Zuchwil: Jagdhund ist nicht einfach Jagdhund.

Roland Büttiker

Mit den Jagdgebrauchshunden haben die Jägerinnen und Jäger hervorragende Begleiter an ihrer Seite. Dort wo die menschlichen Sinne nicht ausreichen, helfen die feine Nase, das gute Gehör und das auf Bewegung ansprechende Auge des Jagdhundes. Sie stöbern Wild auf oder können verwundetes Wild finden, Niederwild aus Feld, Wald und Wasser apportieren.
Gute Kenntnisse über die Jagdhunde sind auch an der Jagdprüfung erwünscht. Was auf den ersten Blick einfach aussieht, wird bei genauerem Zusehen komplex.

Zuerst werden die Jagdhunde in Bracken, Erdhunde, Dachshunde, Stöberhunde, Vorstehhunde, Apportierhunde und Schweisshunde zusammengefasst. Das ist noch einfach. Mit den einzelnen Rassen fängt die Schwierigkeit an. Viele gibts in unterschiedlichem Farbschlag, in verschiedenen Grössen und zuletzt haben sie noch ungleiche Felle: Drahthaar, Glatthaar, Langhaar oder Stichelhaar. Dazu kommt noch, dass ein Schweisshund zum Beispiel auch ein Apportierhund sein kann.

Hunde in Natura erleben

Wissen über die vielen Rassen mit ihren speziellen Eigenschaften und ihren Einsatzgebieten zu erarbeiten, ohne die Hunde in Natura gesehen zu haben, sind für die Jagdlehrlinge fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Ziel des Nordwestschweizer Jagdhundetages, der am Wochenende auf dem Areal des Schiessplatzes in Zuchwil stattfand, war es deshalb, alle Hunderassen zu präsentieren, die im Schweizer Jagdlehrbuch verankert sind, also total 69. Ausgewiesene Experten erläutern zudem , was die Hunde können und wie sie eingesetzt werden. Die künftigen Jägerinnen und Jäger haben die Möglichkeit ihre Fragen direkt an Experten und Jagdhundehalter zu richten. Organisiert wird dieser Anlass seit 2004, abwechselnd in den Kantonen Aargau, Baselland und Solothurn.

Dieses Jahr wurde er von Revierjagd Solothurn unter der Leitung Edgar Renz durchgeführt. So waren knapp 60 Jagdhunderassen zu bestaunen. Die verschiedenen Rassen wurden in vier Gruppen zusammengefasst vorgestellt. Danach standen Vorführungen mit ausgebildeten Hunden auf dem Programm. So konnten die Zuschauer eine Verlorensuche, zwei Schleppen, sowie die Arbeit eines Terriers am Bau, bestaunen.

Wie weiter mit dem Anlass?

Rund 100 angehende Jägerinnen und Jäger nahmen teil. Organisator Edgar Renz erklärte abschliessend: «Der Anlass ist auch dieses Jahr gelungen. Die vielen Jagdlehrlinge zeigten sich sehr interessiert und konnten viel für die Prüfung mitnehmen.» Die Veranstaltung stellt vor allem organisatorisch und finanziell eine Herausforderung dar.

Das zeigte sich auch daran, dass Jagd Baselland für dieses Jahr wegen fehlenden Ressourcen absagen musste und Edgar Renz deshalb die Organisation dieses Anlasses ausserplanmässig übernehmen musste. Im Moment finden Gespräche statt, in welcher Form der Nordwestschweizer Jagdhundetag künftig durchgeführt werden soll.