«Ziel der Gesellschaftsjagden ist es, überhöhte Wildbestände möglichst rasch, schonend und im Rahmen der Jagdgesetzgebung auf ein dem Habitat angepasste Dichte zu reduzieren», halten die Jäger fest. Einige Wildtierbestände (Rehwild, Schwarzwild) zeichneten sich durch eine hohe Reproduktionsleistung aus. «Deshalb muss jährlich der Bestand an das jeweilige Habitat angepasst werden.» Überpopulationen führen zu innerartlichem Stress, Krankheiten und allgemeinen Degenerationserscheinungen. Zunehmen würden bei zu hoher Wilddichte auch die Schäden am Forst sowie an den landwirtschaftlichen Kulturen.

Im Kanton Solothurn wurden 2016 2003 Rehe durch Jäger erlegt. Weitere 640 waren als Fallwild zu verzeichnen. Sie sind also nicht durch Jagd gestorben. Hauptverursacher ist der Strassenverkehr. Beim Fuchs ist immer noch die auch Hunde ansteckende Fuchsräude aktuell.

Schiessnachweis nötig

An Treibjagden nehmen Jäger als Schützen, sowie Treiber und Hunde teil. Die für eine erfolgreiche Jagd erforderlichen Kenntnisse gewinnen die Jäger durch Beobachtung des Wildes das ganze Jahr hindurch. Dadurch gewinnt man Klarheit über den Verlauf von Wildwechseln und über bevorzugte Äsungsplätze der Tiere. Am wichtigsten für das Aufspüren von Wild sind jedoch die Jagdhunde.

An den Treibjagden sind auch hohe Anforderungen an die Schützen gestellt. Das Wildtier ist in Bewegung. Somit ist es anspruchsvoll, richtig zu treffen. Beim Schiessen ist es nun auch im Kanton Solothurn so weit, dass alle Jäger über einen Nachweis der Schiessfertigkeit verfügen müssen, ohne den sie nicht zur Herbstjagd zugelassen werden. (rbo)