«Ninja Warrior Switzerland»
Ivan Espejo: «Im Fernsehen sieht es gar nicht so schwer aus»

Der 26-jährige Zuchwiler ist begeistert von Hindernisparcours. Seine Fähigkeiten zeigt er jetzt in einer Fernsehshow.

Florian Schmitz
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Ninja-Warrior-Kandidat Ivan Espejo beim Training zusammen mit Freunden.
15 Bilder
Schon jetzt blickt er auf nächstes Jahr,...
...denn obwohl die Dreharbeiten für die erste Staffel schon fertig sind,...
....trainiert er spezifisch für den Hindernisparcours.
Dabei sind viel Griffkraft und starke Oberarme von Vorteil.
Mit dem selbst aufgebauten Parcours trainiert Espejo eine Mischung aus Freerunning und Klettern.
Volle Konzentration: Beim richtigen Ninja-Warriors-Parcours würde jeder Fehlgriff mit einem Sturz ins Wasser enden. Ninja-Warrior-Kandidat Ivan Espejo trainiert im Physiotherapie- & Trainingscenter Koch
Neben dem Hindernislauf stärk Espejo auch seinen Körper.
Neben dem Hindernislauf stärk Espejo auch seinen Körper.
Zwischen der Anspannung müssen die Muskeln auch wieder entspannt... Ninja-Warrior-Kandidat Ivan Espejo trainiert im Physiotherapie- & Trainingscenter Koch
... und gut gedehnt werden. Dabei hilft ihm sein Coach Michel Jollat (links).
Espejo beim grossen Auftritt im Fernsehen.
Und los geht’s: Beim Start ist viel Präzision gefragt.
Aber auch eine hohe Konzentration...
...und viel Griffkraft sind nötig, um den Hindernislauf erfolgreich zu meistern.

Ninja-Warrior-Kandidat Ivan Espejo beim Training zusammen mit Freunden.

Hanspeter Bärtschi

Schuld sei eigentlich die Mutter seiner Freundin, sagt Ivan Espejo und lacht. Weil sie leidenschaftlich bei der deutschen Ausgabe der Sendung «Ninja Warrior» mitfieberte – in welcher die teilnehmenden Athletinnen und Athleten möglichst behänd einen Hindernisparcous meistern mussten – kam ihr die Idee: «Du bist doch eine Sportskanone, wieso machst du eigentlich nicht mit?», sagte sie eines Tages zu Espejo. Die Aussicht, sich möglicherweise vor laufenden Fernsehkameras zu blamieren, liess den 26-Jährigen zunächst zurückhaltend reagieren. Doch dann habe ihn die Idee mehr und mehr gereizt. Zu diesem Zeitpunkt lief das Casting für «Ninja Warrior Switzerland» – die Schweizer Ausgabe der Sendung. Espejo nahm teil.

Fünf Monate später wird der Zuchwiler nun in der Folge vom 13. November dabei zu sehen sein, wie er selbst versucht, den Parcours zu bewältigen. Die Aufnahmen der Sendung sind bereits im Kasten. Die Mutter der Freundin sei aus dem Häuschen gewesen, als sie von seiner Qualifikation für die Sendung erfuhr. «Und dann kam der Coach in ihr zum Vorschein. Sie gab mir viele Tipps», sagt er schmunzelnd.

"Ninja Warrior": Der moderne Hindernisparcours

Das Konzept für die sportliche Action-Spielshow «Ninja Warrior» stammt aus Japan. Nun bringt TV24 «Ninja Warrior» in die Schweiz. Nach dem Casting absolvieren seit dem 16. Oktober rund 160 Bewerber verschiedene Vorrunden. Ins Finale am 20. November schaffen es nur die stärksten und schnellsten Kandidaten mit der besten Ausdauer. TV24 gehört zu CH Media.

Doch er nahm die Vorbereitung eher auf die leichte Schulter. «Im Fernsehen sieht es gar nicht so schwer aus.» Allzu spezifisch habe er sich nicht vorbereitet, sagt der 26-Jährige, der von klein auf viele verschiedene Sportarten betrieben hat und sich zurzeit am liebsten dem Kampfsport widmet. Nur die Griffkraft habe er bewusst trainiert, denn diese sei für den Parcours am wichtigsten.» Ein Kollege half ihm zudem bei der mentalen Vorbereitung, um besser mit seinen Respekt vor den Fernsehkameras umgehen zu können.

Wurzeln in den Philippinen

Espejos Eltern kamen kurz vor seiner Geburt aus den Philippinen in die Schweiz und landeten in Brügg bei Biel. Dort verbrachte er die ersten 13 Jahre seines Lebens zusammen mit den Eltern und seinen beiden jüngeren Geschwistern in einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung. Obwohl er in der Schule bemerkt habe, dass andere Kinder teurere Schuhe oder Schulranzen hatten, sei er seinen Eltern äusserst dankbar. «Ich spürte als Kind immer, dass ich alles hatte, was ich brauche», sagt der 26-Jährige.

Als er 13 Jahre alt war, zog die Familie nach Zuchwil um, wo Espejo sich bis heute zu Hause fühlt, obwohl er seit Kurzem ein paar Dörfer weiter in Recherswil wohnt. Zurzeit arbeitet der gelernte Kaufmann als Produktionsleiter in einer Fabrik und absolviert die Weiterbildung als Oberflächentechniker. Seine Herkunft habe er nie vergessen. Nun unterstützt Espejo seine Eltern finanziell. «Ich will ihnen etwas zurückgeben», sagt er.

Seinen eigenen Auftritt bei «Ninja Warrior» wird der Zuchwiler zusammen mit seiner Freundin und ihrer Mutter von der Couch aus verfolgen. Er sei froh über seine Teilnahme und habe sich mit vielen interessanten Leuten ausgetauscht. Angefressen von «Ninja Warrior» will er nächstes Jahr unbedingt wieder an den Start gehen. Mit dem Training dafür habe er bereits begonnen.

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