IT-Systeme
Pallas Kliniken mussten nach Cyberangriff einige Patienten heimschicken

Die IT-Systeme der Pallas Kliniken wurden letzte Woche Ziel einer Cyberattacke. Betroffen waren auch die Standorte Solothurn, Olten und Grenchen.

Lea Durrer
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Auf der Homepage wird auf den Angriff hingewiesen. Man sei nur über Telefon erreichbar, heisst es.

Auf der Homepage wird auf den Angriff hingewiesen. Man sei nur über Telefon erreichbar, heisst es.

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«Wir sind daran alles wieder hochzufahren. Das braucht aber Zeit», sagt Daliah Kremer, Mediensprecherin der Pallas Kliniken. Der Grund für den Sondereinsatz der IT-Abteilung ist der Angriff von Cyberkriminellen vom Donnerstag. Die Systeme waren ausgestiegen. Teilweise habe das Unternehmen bewusst gewisse Systeme heruntergefahren, erklärt Kremer. «Wir wollten nichts gefährden.»

Eine Auswirkung der eingeleiteten Massnahmen für die Klinikgruppe mit Standorten auch in Solothurn, Grenchen und Olten: Es gab keinen Zugriff auf die elektronischen Patientenakten. Diese seien vom Angriff nicht betroffen gewesen, wird betont. «Der Betrieb war sichergestellt», so Kremer. «Wir mussten leider einige wenige Patienten, die am Donnerstag und am Freitag kamen, für einen neuen Termin aufbieten, da wir keinen Zugriff auf gewisse Patientendaten hatten.» Alle Standorte seien gleich betroffen gewesen. Die Klinikgruppe bedankt sich bei den Patienten für die entgegengebrachte Geduld und das Verständnis.

Eingeschränkte Kommunikation

Mittlerweile seien die Patientendaten grösstenteils wieder zugänglich. «Das hatte für uns zum Wohle der Patienten absolute Priorität», so die Mediensprecherin. Die Kommunikationskanäle sind seit dem Cyberangriff stark eingeschränkt. Alle Anfragen laufen über eine Hauptnummer.

Zu Verursacher(n) und ob es eine Lösegeldforderung gab, macht das Unternehmen keine Angaben.

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