Kuppelshow

«Irgendwann vergisst man die Kameras»: Die vier Solothurner «Bachelor»-Kandidatinnen im Porträt

Unter den 21 Kandidatinnen der neuen Staffel der Kuppelsendung «Bachelor» des Schweizer Privatsenders 3+ befinden sich vier spannende Solothurnerinnen. Wir haben mit ihnen gesprochen.

Gleich nach den Eidgenössischen Wahlen beschäftigt das Schweizer Volk ein weiteres hochaktuelles Thema: Wer wird das Herz des Dietiker Bachelors Patric Haziri erobern? In der neusten Staffel der Kuppelsendung «Bachelor» des Privatsenders 3+, die am 21. Oktober startet, wollen 21 Kandidatinnen aus der ganzen Schweiz dem 29-Jährigen an den Stränden Thailands näher kommen. Kein Wunder reissen sich die Damen um den jungen Mann: Er hat das verschmitzte Lächeln des amerikanischen Schauspielers Orlando Bloom, das Flair des ebenso beliebten Darstellers Johnny Depp und ist darüber hinaus ein erfolgreicher Unternehmer. Mitgereist nach Thailand sind daher auch vier Solothurner Kandidatinnen.

Yiankarla

Yiankarla

Die Grenchnerin Yiankarla ist Mutter eines 4-jährigen Sohnes und alleinerziehend. Die 23-Jährige absolviert zurzeit eine Weiterbildung in Kinderbetreuung, wie sie auf Anfrage dieser Zeitung mitteilt. Sie sei sehr hilfsbereit, hängt sie an. «Ich bin ein Mensch, der will, dass es den anderen gut geht», sagt sie. Ihr sei es dementsprechend wichtig, dass ihr zukünftiger Partner ehrlich und selbstbewusst ist sowie liebevoll mit ihrem Sohn umgeht. «Er muss einfach bereit sein für eine ernste Beziehung.» Dass der neue Bachelor kein Macho ist und sich nach einer Familie sehnt, gefiel der 23-jährigen Südamerikanerin auf Anhieb. «Ich könnte mir schon eine Zukunft mit ihm vorstellen», sagt Yiankarla.

Gekannt habe sie das Sendungsformat von «Bachelor» jedoch vorher nicht und sei per Zufall über eine Werbung darauf gestossen. Mit der Erwartung, einen neuen guten Menschen kennenzulernen und neue Erfahrungen zu machen, habe sie sich schliesslich angemeldet. Über die Präsenz der Kameras und der tausenden Zuschauer zu Hause habe sie sich keine grossen Gedanken gemacht. «Wenn ich mit jemandem zu zweit bin, dann blende ich alles andere aus.»

Natalie

Natalie

Natalie aus der Stadt Solothurn erzählt eine ganz andere Geschichte. Die 28-Jährige ist Sozialpädagogin und betreibt seit drei Jahren intensives Krafttraining. «Ich wollte damit herausfinden, wie viel Disziplin in mir steckt», sagt sie. Nach sieben Jahren Poledancing habe sie sich daher in das Bodybuilding vertieft und nehme an Wettkämpfen teil. Die Erfahrungen, die sie so in den vergangenen Jahren gesammelt hat, gebe sie nun als Coach weiter. «Mein Traum war es, einmal im Leben ein Six-Pack zu haben und das habe ich erreicht.» Das habe sie sowohl an körperliche als auch an mentale Grenzen gebracht. Mit der Teilnahme bei «Bachelor» wolle sie sich nun einer ganz anderen Herausforderung stellen: Einerseits wolle sie sich der neuen Erfahrung, die mit der Teilnahme an einer Fernsehsendung gemacht werden, stellen. Andererseits habe sie sich endlich auch der Liebe stellen wollen.

«Ich bin ein schüchterner Mensch», sagt Natalie etwas verlegen. Es sei ihr bisher immer schwer gefallen, auf Männer zuzugehen und den richtigen Partner für sich zu finden. Doch sie wolle früher oder später eine Familie gründen und dafür fehle noch der passende Partner. Ihr sei allerdings auch bewusst gewesen, dass die Sendung in der breiten Bevölkerung einen eher schlechten Ruf besitzt und dass durch ihre Teilnahme einiges auf sie zukommen würde. Doch sie sieht darüber hinweg: «Leute werden immer Vorurteile haben und nur wenige wollen das Gute hinter der Sendung sehen», sagt die 28-Jährige. «Früher war es mir wichtig, was andere über mich dachten. Aber ich bin selbstbewusster geworden.» Dieses Selbstbewusstsein sowie Ehrlichkeit setze sie auch bei einem Partner voraus. Ihr erster Einduck vom Bachelor sei ein guter gewesen: «Er ist ein sehr attraktiver Mann», sagt sie. «Aber viel wichtiger ist der Kern.»

Steffi

Steffi

Die Steffi strahlte am Telefon eine ganze Portion mehr Begeisterung für den jungen Mann aus. «Er ist sehr sympathisch und liebevoll», sagt die 23-jährige Köchin. Sie sehe in ihm Potential für eine feste Beziehung. Dabei sei ihr vor allem wichtig, dass ein zukünftiger Partner humorvoll ist und mit beiden Beinen im Leben steht. Denn die junge Köchin gibt es seit drei Jahren nur im Doppelpack mit ihrer 3-jährigen Tochter. «Er sollte daher Ruhe bewahren können und sich nicht von Kindern in Stress bringen lassen.» Die «Bachelor»-Sendung verfolge die junge Mutter bereits seit einigen Jahren. Sie habe sich sogar bei der letzten Staffel beworben, doch geklappt habe es erst dieses Jahr.

«Bisher habe ich den richtigen Mann noch nicht kennengelernt», sagt Steffi. «Warum soll ich es dann nicht auch auf diesem Weg probieren?» Andere Dating-Plattformen seien nicht mit dieser Möglichkeit vergleichbar, fährt sie fort. Für sie sei es daher die richtige Entscheidung gewesen. «Und irgendwann vergisst man die Kameras sowieso», wie sie in der Sendung habe merken müssen. Mehr wollte sie nicht verraten. Wir sind gespannt.

Ramona

Ramona

Die letzte Kandidatin Ramona wird als die «Eifersüchtige» vorgestellt. Doch im Gespräch relativiert die 22-jährige Detailhandelsfachfrau aus Trimbach. «Ich kann sehr wohl eifersüchtig werden. Aber sobald das gegenseitige Vertrauen hergestellt ist, habe ich kein Problem mehr damit.» Sie sei nur etwas stur, wenn sie nicht erhalte, was sie wolle, sagt sie lachend. «Das ist typisch für das Sternzeichen Stier.» So lasse sie - im übertragenen Sinn - nichts anbrennen und gehe gerne auch einmal in die Offensive, wie sie sagt. «Mein Gegenüber muss daher auch sehr temperamentvoll sein. Sonst kommt man mit mir nicht klar.» Unentbehrlich sei zudem ein tierlieber Mann, der mit Hunden umgehen kann. Denn: «Meine Hunde sind 24 Stunden an meiner Seite.»

Ihre Anmeldung für die Sendung haben Freunde für sie in die Hand genommen. «Da ich schon seit einiger Zeit alleinstehend bin, haben sie gedacht, dass das eine gute Idee sei», sagt Ramona. Als der Sender 3+ sie mit einem Anruf überraschte, habe sie gleich zugesagt. «Es ist ein Abenteuer und eine neue Erfahrung, die ich machen wollte», sagt sie. «Und man weiss ja nie: Vielleicht findet man die grosse Liebe.» (gue)

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