Investition
Das Briefzentrum in Härkingen sortiert bald auch Päckli

Die Post will in Härkingen 60 Mio. Franken investieren – der Standort Utzenstorf bleibt im Rennen.

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In Härkingen sollen auch Pakete sortiert werden.

In Härkingen sollen auch Pakete sortiert werden.

Chris Iseli

Die wachsende Paketflut zwingt die Post zum Handeln: Sie will neben bereits realisierten vier regionalen Paketzentren noch fünf weitere schaffen – zwei davon in der Region: In Utzenstorf und im grossen nationalen Briefsortierzentrum in Härkingen, wo neu auch eine Paketsortierung eingerichtet werden soll.

2020 zählte die Post nach sechs Jahresrekorden in Folge über 191 Millionen Pakete auf ihren Anlagen – das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Für rund 1,2 Milliarden Franken sollen deshalb die Paketanlagen ausgebaut und bis 2030 die Sortierkapazitäten verdoppelt werden.

Nach Angaben der Post ist gleichzeitig die Zahl der von ihr verarbeiteten Briefe seit 2002 um 40 Prozent zurückgegangen. So könne nun ein Teil der in Härkingen frei werdenden Flächen «für geschätzte 60 Mio. Franken» umgenutzt werden. «Für die neue Paketsortierung im Briefzentrum benötigt die Post rund 200 Mitarbeitende», heisst es in der Mitteilung.

Geplant sei, dass diese Stellen auch Mitarbeitende besetzen, die zurzeit in der Briefsortierung arbeiten würden: «So sichert die Post Arbeitsplätze und bekennt sich zum heutigen Standort im Kanton Solothurn.» Im teilweise umgebauten Briefzentrum werden nach Post-Schätzungen voraussichtlich ab Frühjahr 2023 täglich bis zu 162'000 Pakete und 5000 Sperrgutsendungen sortiert.

Das zweite Paketzentrum in der Region will die Post auf dem Areal der früheren Papierfabrik Utzenstorf bauen, wo der Onlinehändler Digitec Galaxus seinerseits ein Logistikzentrum plant. Gegen diese Projekte regt sich aber wegen des Zusatzverkehrs Widerstand. (ums.)