Grundeln

Invasive Fischart macht noch Halt vor Solothurn

Eine Grundel am Flussboden.

Eine Grundel am Flussboden.

Die Grundeln sind eine Bedrohung für die einheimischen Fische, denn sie fressen die Fischeier. Seit 2011 machen sie den Rhein unsicher. Sind sie mittlerweile auch in den Kanton Solothurn vorgedrungen?

Diese ursprünglich aus dem Schwarzen Meer stammende Fischart besetzt die Lebensräume der heimischen Groppe. Als Laichfresser schaden die Grundeln, die meist weniger als zehn Zentimeter lang werden, auch anderen Fischpopulationen, heisst es in einem gemeinsamen Informationsblatt der beiden Basel, des kantonalen Fischerei-Verbands Basel-Stadt und der Uni Basel. Seit der Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals breitet sich die invasive Fischart rasant aus.

Doch haben die Grundeln es bereits bis in die solothurnischen Gewässer geschafft? «Bis jetzt sind wir zum Glück verschont geblieben», antwortet Gabriel van der Veer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Amtes für Wald, Jagd und Fischerei. Doch die Chance sei gross, dass die Grundeln auch nach Solothurn vordringen würden. Denn man nimmt an, dass sie sich mithilfe ihrer zum Saugnapf zusammengewachsenen Bauchflossen an Schiffe heften können oder ihren Laich an Schiffsrümpfe kleben, um sich so in neue Gewässer transportieren zu lassen.

Für die einheimischen Fische würden die Grundeln eine Bedrohung darstellen. «Sie halten sich vor allem am Boden auf und gefährden so die Kieslaicher wie zum Beispiel die Bachforellen», erklärt van der Veer.

Einer möglichen Invasion der Grundeln vorzubeugen, sei eine schwierige Angelegenheit. «Wir haben die Fischer mittels eines Flyers auf die unerwünschte Fischart aufmerksam gemacht. Falls sie eine Grundel fangen, sollten sie sich bei uns melden», sagt van der Veer. Ausserdem unterstützt das kantonale Amt für Wald, Jagd und Fischerei ein Forschungsprojekt über Grundeln der Uni Basel. Andere Vorbeugungsmassnahmen können kaum getroffen werden.

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