Finden die Badi und die Aare im Sommer grossen Andrang, so sind im Winter die Schwimmbäder beliebte Ausflugsziele, und das nicht bloss bei Schneemangel. Damit zeigt sich: Nicht nur die Shoppingmeile geniesst das ganze Jahr Beliebtheit – erinnert sei an den erst kürzlichen Riesenzulauf im Gäupark Egerkingen.

Sondern auch das Schwimmen wird geschätzt. Vor allem in den Schulferien sind reichlich Besucher, vornehmlich Kinder mit ihren Familien, dort anzutreffen. Aus diesen Gründen bieten manche Schwimmbäder der Region auch spezielle Öffnungszeiten an, so in Olten, Herzogenbuchsee und Solothurn.

1000 Gäste am 2. Januar

Solothurn hatte beispielsweise gerade an allen Wochentagen offen, anstatt nur dienstags und donnerstags. Ebenso öffnete das Bad seine Türen unter der Woche früher, nämlich bereits am Nachmittag.

Das Hallenbad des Sportzentrums Zuchwil hatte ausser am 25. Dezember gar an allen Festtagen Betrieb. Dieser Entscheid lohnte sich, denn die Besucherzahlen waren öfters nahe am vierstelligen Bereich: «Am 2. Januar waren sogar über 1000 Gäste in unserem Hallenbad», so Marcel Siegenthaler, der die Abteilung «Sport/Anlässe/Seminare» des Sportzentrums verwaltet.

Er macht dies unter anderem daran fest, dass Ferienzeit ist und damit viele Zeit für einen Ausflug hatten: «Es liegt vor allem an den Ferien. Manche Besucher kamen vielleicht schon, weil man momentan nicht an vielen Orten Ski fahren kann, aber der grosse Andrang liegt nicht nur daran. Die Weihnachtsferien sind jedes Jahr die besten zwei Wochen für uns.»

Nicht nur in Zuchwil, sondern auch in Herzogenbuchsee sprangen überdurchschnittlich viele in die beheizten Chlorbecken.

Im Winter hat das Hallenbad der Oberaargauer Gemeinde auch etwas im Sonderangebot: Jeder 10. einer Gruppe bekommt, ob Erwachsener oder Kind, einen Gratiseintritt. Trotz dieses erheblichen Interesses verlief in den Bädern alles friedlich und ohne grössere Streitereien der Besucher.

Umbau in Mümliswil

Eher ruhig verlief die Weihnachtszeit dafür im Hallenbad Falkenstein in Balsthal, wo vor allem Schwimmer und ab und zu einmal eine Familie ihre Zeit mit Schwimmen verbrachte: «Bei uns war es so wie immer: Wir sind eben eher klein, deswegen haben wir auch keine Spezialangebote», erklärt Arne von Burg, ein Mitarbeiter des Schwimmbads.

In Mümliswil war die Halle gar ganz leer. Grund dafür waren Sanierungsarbeiten, die seit Mai liefen und wegen derer der Betrieb eingestellt werden musste. Dabei wurden diverse Maschinen renoviert, darunter die Heizungs-, Lüftungs- und Wasserauftriebsanlagen. Erst gestern feierte das Schwimmbad Wiedereröffnung und kann nun wieder eine Blüte erleben.