Sommerferienbeginn

Ins Ausland — oder wegen Corona doch nicht? So sehen die Ferienpläne der Solothurner aus

Solothurn: Umfrage zu den Sommerferienplänen

Solothurn: Umfrage zu den Sommerferienplänen

Im Zuge der unsicheren Coronasituation fallen einige Sommerferienpläne ins Wasser.

Die Sommerferien haben im Kanton begonnen. Sind die Pläne aufgrund von Corona ins Wasser gefallen? Diese Zeitung fragte bei Solothurnerinnen und Solothurnern nach.

Pläne für die Sommerferien? «Abgesagt», lautet die Aussage einer Mutter, die mit ihren Kindern gerade in der Stadt unterwegs ist. Nach Mexiko oder Kanada hätte die Reise führen sollen. Im März habe sich die Familie aufgrund von Corona aber entschieden, die Pläne über Bord zu werfen, da «die Situation nicht so schnell wieder in Ordnung kommen wird», erklärt sie. Jetzt wolle die Familie auf der sicheren Seite bleiben und ihre Ferien nur noch in der Schweiz verbringen. Einzig die Verwandten in Deutschland werde sie besuchen.

In die Ferien — ob Risiko oder nicht

Entspannter sieht es ein junger Mann, der soeben aus Ferien in Portugal zurückgekehrt ist. Dass sich ein Land aufgrund der sich stetig verändernden Corona-Situation plötzlich auf der vom BAG erstellten Liste von Risikoländern befinden könnte, hielte ihn nicht vom Reisen ab: «Ich würde trotzdem gehen», meint er; «ob Risiko oder nicht.» Ob allgemeine Maskenpflicht oder Plexiglas am Strand: Corona wird seine Ferienpläne nicht beeinträchtigen. 

Zwei Wochen Quarantäne; nein danke

«Es ist weniger die Angst vor Corona, sondern einfach, was die Nachwirkungen sein könnten», meint ein junger Mann, dessen Ferienpläne aufgrund des Virus ins Wasser fielen. Würde man beispielsweise im Ausland einen Club besuchen und sich auf der Liste eintragen, könnte man sich plötzlich zwei Wochen in Quarantäne befinden. Deswegen zieht er es momentan vor, lieber nicht wegzufahren. Er habe keine Angst vor dem Virus, betont er. Aber dass einem derartige Massnahmen drohen und Flüge jederzeit storniert werden könnten, sei einfach «sehr mühsam.»

Sein neben ihm auf der Bank sitzender Freund sieht das Ganze etwas gelassener: Er wird — nachdem er die Ferien bereits zweimal verschieben musste — bald nach Island reisen. Bedenken hat er keine, da seine Devise lautet: «Es kommt wie es kommt».

Tessin statt Dubai

Ein auf dem Aaremürli sitzendes Mädchen wäre in ihren Sommerferien nach Dubai gereist; ihre Reise wurde abgesagt. Als Kompensation wird ihre Familie die Ferien im Tessin verbringen. Bis sich die Situation beruhige, hätte die Familie beschlossen, nicht mehr aus dem Land zu reisen.

Ihre Freundin hatte keine Reise ausserhalb des Schengenraums geplant. Ihre Familie wird die in Deutschland lebenden Grosseltern trotz Corona besuchen.

Zwei Oltner unterstützen lieber die Schweiz

Ein aus Olten stammendes Paar hatte zwar Ferienpläne gehabt, diese seien jedoch sehr wage gewesen. «Nachdem wir das Gefühl hatten, dass die Situation etwas unsicher sei, liessen wir die Pläne fallen». Eine zuvor in Erwägung gezogene Reise nach Deutschland cancelten die beiden: «Wir sind eher vorsichtig», meint die Frau. Ihr Mann erklärt, dass sie momentan lieber die Schweiz unterstützen würden: «Die haben es hier nötig». erklärt er. Seine Frau fügt an: «Wenn wir Ferien machen, dann in der Schweiz»; schliesslich hätten «alle genug gelitten». Bei der Entscheidung, die Ferientage im Inland zu verbringen, spielten die in den ausländischen Gebieten herrschenden Schutzmassnahmen nicht hinein, betonen die beiden. 

Kein Mauritius, keine Kanaren

Zwei junge Frauen sitzen ihren Zmittag verzehrend auf einer Treppe neben dem «Zart 2020»-Kunstwerk «Porte jaune». «Für die Sommerferien habe ich keinen Auslandsaufenthalt geplant», erklärt die rechts sitzende Frau. Schliesslich sei es bereits um die Ferien im April auf den Kanarischen Inseln geschehen. Auch ihre Freundin hatte im Juni eine Reise nach Mauritius geplant, welche abgesagt werden musste; schlussendlich verbrachte sie ihre Freitage in der Schweiz. Bis sich die Situation beruhige, werde sie ihre Ferien auch weiterhin hierzulande verbringen. Ihre Freundin sieht die Angelegenheit weniger eng: «Ich werde trotzdem reisen gehen, wenn das Land offen ist und man nicht in Quarantäne muss».

Wo verbringen Sie Ihre Sommerferien? Schreiben Sie es uns im Kommentarfeld!

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