Solothurner Filmtage, Literaturtage, Biertage, Waldtage ... nun gibt es Nachwuchs. Vom 23. bis 27. November finden erstmals die Innovationstage statt. «Mit dieser Initiative soll das Thema Innovation bei den Unternehmen an die oberste Stelle der Agenda gesetzt werden», heisst es bei der Solothurner Handelskammer, welche in Zusammenarbeit mit Innoversum Olten und der kantonalen Wirtschaftsförderung die Initiative lanciert.

Wie kann man überhaupt innovatives Gedankengut generieren? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Forschung und Innovation? Welche Partner stehen beratend und unterstützend zur Seite? Wie fördern Unternehmen ihre Innovationskultur? Diese Fragen sollen an der Veranstaltungsreihe beantwortet werden.

Viele Schweizer Unternehmen verfügten zwar bereits über eine ausgeprägte Innovationskultur. Im Bereich Forschung und Entwicklung böten sich aber noch jede Menge Chancen.

Mit ihren Innovationstagen wolle die Handelskammer dazu beitragen, dass das Innovationspotenzial am Wirtschaftsstandort Solothurn künftig noch besser genutzt und der Mut zu innovativen Ideen und Entwicklungsschritten gefördert werde.

«Nicht nur chefgesteuerte Ideen»

Auf die Frage, ob es diese Veranstaltung tatsächlich braucht, sagt Thomas Heimann, Leiter Innovation und Bildung bei der Handelskammer und Leiter des Gründerzentrums Kanton Solothurn: «Die Innovationskultur hat sich eben noch nicht eingebürgert.»

Vielfach seien es innerhalb der Firmen Ad-hoc-Übungen ohne strukturiertes Vorgehen. Zielsetzung sei es, dass auch in kleinen Betrieben nicht bloss chefgesteuerte Ideen eingebracht werden, sondern sich die Innovations- oder Ideenkultur fest etablieren könne.

«Nur mit ausgeklügelten Geschäftsideen, bahnbrechenden Produktentwicklungen und automatisierten Fertigungsprozessen kann der Wirtschaftsstandort Solothurn sein Wachstum vorantreiben», ist Heimann, der «geistige Vater» der Innovationstage, überzeugt.

Innovation sei zwar nicht das allein selig machende Rezept, aber sie sei ein Baustein im Ganzen. «Innovation darf keine Eintagsfliege sein, sondern ein etablierter Prozess», begründet er das Engagement der Handelskammer.

Schon jetzt sei geplant, die Veranstaltungsreihe künftig jährlich durchzuführen. Das Programm sei für die Firmen unentgeltlich, der Aufwand werde von der Handelskammer und der Wirtschaftsförderung finanziert.

Firmen öffnen ihre Türen

Das Programm umfasst laut Ausschreibung Inputreferate, Workshops und Plattformen für das Networking. Den Auftakt macht am Montag, 23. November, die Preisverleihung des InnoPrix SoBa im Stadttheater Olten.

In den Tagen danach stellt die Handelskammer ihre Räumlichkeiten für Innovationssprechstunden mit etablierten Experten und kurze Fachreferate zur Verfügung. Anschliessend steht ein zweitägiger Workshop unter dem Titel «Innovativ werden, innovativ sein» auf der Agenda.

Im Weiteren werden innovative Firmen ihre Türen öffnen und zeigen, wie die Innovationskultur gefördert und gelebt wird. Es gebe spannende Einblicke in die industriellen Tätigkeiten und Aktivitäten der Entwicklungs- und Ideenwerkstätten.

Zum Abschluss bieten der InnoCampus Biel, die Höhere Fachschule Technik und Informatik Biel, die Hochschule für Technik FHNW Brugg Windisch, die FHNW Life Science in Muttenz und das Paul-Scherrer-Institut in Villigen Führungen in ihren Labors und Forschungsstätten an.

Informationen für alle Veranstaltungen sind zu finden unter www.innovationstage.ch.