Kanton Solothurn

InnoPrix SoBa - Preise gingen nach Zuchwil und Biel

(v.l.): Jürg Ritz, CEO Baloise Bank SoBa; Jürg Liechti, Präsident Stiftungsrat; Preisträger der Ökodusche «Joulia»: Christoph Rusch und Reto Schmid; Preisträger des Projektes «Flurec»: Kebag-Direktor Markus Juchli und BSH-Projektleiter Stefan Schlumberger; Alois Müller, Geschäftsführer der Stiftung. Bruno Kissling

(v.l.): Jürg Ritz, CEO Baloise Bank SoBa; Jürg Liechti, Präsident Stiftungsrat; Preisträger der Ökodusche «Joulia»: Christoph Rusch und Reto Schmid; Preisträger des Projektes «Flurec»: Kebag-Direktor Markus Juchli und BSH-Projektleiter Stefan Schlumberger; Alois Müller, Geschäftsführer der Stiftung. Bruno Kissling

«Ressourcenmanagement» war das Schlagwort der beiden Siegerprojekte. Eine der beiden Auszeichnungen ging nach Zuchwil. Das Projekt «Flurec» der Kehrichtbeseitigungs AG (Kebag) und der BSH Umweltservice AG aus Sursee schafft aus Abfall neuen Wert.

«Gehen wir doch haushälterischer mit Ressourcen um», brachte Laudator Prof. Dr. Anton Gunzinger die Idee der beiden Siegerprojekte auf den Punkt. Wie bereits letztes Jahr verlieh die Wirtschaftsstiftung der Baloise Bank SoBa gleich zwei Projekten den Siegerpreis im Wert von 25000 Franken.

Eine der beiden Auszeichnungen ging nach Zuchwil. Das Projekt «Flurec» der Kehrichtbeseitigungs AG (Kebag) und der BSH Umweltservice AG aus Sursee schafft aus Abfall neuen Wert.

Aus dem Kehrichtgut wird, vereinfacht gesagt, Zink wiederhergestellt. So werden verloren geglaubte Ressourcen plötzlich wieder zugänglich und können als neuwertiges Material weiterverwendet werden. Über die Kantonsgrenzen hinaus gelangte der zweite Preis – die Bieler Joulia SA konnte die Jury mit ihrer Öko-Dusche überzeugen.

Diese kann die Wärme von bereits «verduschtem» Wasser wiederum verwenden, um kaltes Wasser vorzuheizen. Auch Warmduscher können damit in Zukunft ihr ökologisches Gewissen etwas beruhigen.

Der Kanton hat Rohstoffe

Da sassen Vertreter aus allen Kantonsteilen im Publikum, um die Verkündung der Preisträger zu hören – und schon nach den ersten Sekunden hatten viele des namenhaften Publikums Ohrpfropfen in den Ohren.

Der Grund: Schwer überhörbar trumpfte der 18-jährige Mümliswiler Alain Ackermann mit seinen Schlagzeugbeats auf. Für das lebendige Gastreferat von Kurt Schär verschwanden die «Pfropfen» allerdings wieder in die Tiefen der Taschen.

Der Geschäftsführer von Biketec teilte mit dem Publikum die Etappen seines Erfolgs – wie die Flyer-Velos zu Beginn schief angeschaut wurden und heute sehr beliebt seien. Unterhaltsam und humorvoll führte er durch die Erzählungen – genauso zielstrebig wie Jürg Liechti, Präsident des Stiftungsrats, und Alois Müller, Geschäftsführer der Stiftung, das Publikum durch den Abend führten.

Im Zentrum des Abends standen dann die beiden Siegerprojekte. Gemeinsam ist den beiden im weiteren Sinne die Thematik der Ressourceneffizienz.

Langer Weg

Der Weg dahin ist lang, kleine Schritte sind zu gehen. Das Projekt «Flurec» könnte ein solcher sein: Damit kann in Zukunft als Endprodukt Zink aus den Abfallbergen getrennt und wiederverwertet werden. Ein teures Vorgehen. 27 Millionen Franken inklusive Sanierung der Flugaschenwaschanlage kostete die Entwicklung bis anhin.

«Mit dem Preisgeld wollen wir nun das Verfahren dokumentieren und versuchen, das Projekt bekannter zu machen», so Kebag-Direktor Markus Juchli.Gleichwohl wie BSH-Projektleiter Stefan Schlumberger betont er die Wichtigkeit des Projektes: Denn man könne viel aus Abfall herausholen: «Wir haben Rohstoffe und wissen gar nicht, dass es Rohstoffe sind.»

Ausführliche Portraits der SoBa Innoprix-Preisträgerfirmen finden Sie am Donnerstag in der Sonderbeilage SO Economy.

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