In Solothurn bebte für kurze Zeit die Erde. Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH (SED) ereignete sich das Beben um 14.33 Uhr am Donnerstagnachmittag und erreichte eine Stärke von 1,9 auf der Richterskala.

Epizentrum beim Bürgerspital

Das Epizentrum lag drei Kilometer unterhalb der Dialysestation des Bürgerspitals Solothurn. Im Bürgerspital hat man vom Erdbeben aber nichts bemerkt, berichtet Radio 32. Die Gebäude des Bürgerspitals aus den 70er Jahren entsprechen nicht der heutigen Erdbebennorm. Laut Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli, würden diese aber bei einem Erdbeben bis zu einer Stärke von 6 bis 7 auf der Richterskala standhalten – aber Schaden nehmen. Der Neubau des Bürgerspitals soll darum erdbebensicher gebaut werden. «Beim Neubau wird der Erdbebenschutz ein bis zwei Prozent der Totalkosten betragen» sagt Mäusli gegenüber Radio 32.

Die Solothurner Bevölkerung war offenbar nicht beunruhigt. «Bei uns sind keine Meldungen eingegangen», sagte Andreas Mock vom Mediendienst der Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage der az.

Beben nur Lokal spürbar

Laut Urs Kradolfer vom (SED) sei das Erdbeben nur Lokal zu spüren gewesen. «Wir wissen von Personen, die sich zum Zeitpunkt des Erdbebens in den oberen Stockwerken von Häusern aufgehalten haben und das Beben gespürt haben.» Kradolfer geht nicht davon aus, dass Schäden durch das Beben entstanden wären. «Bei einer Stärke von 1,9 auf der Richterskala muss niemals von Schäden ausgegangen werden.»(sbi)