Kanton Solothurn
In diesem Jahr wurden im Kanton bereits 355 Autos aufgebrochen

Am Sonntagabend nahm die Kantonspolizei in Solothurn einen algerischen Asylbewerber fest. Er hatte zuvor ein Auto aufgebrochen. Solche Fälle häufen sich im Kanton Solothurn. Alleine in diesem Jahr wurden bereits 355 Autoaufbrüche registriert.

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Autoknacker sind fleissig am Werk. Die Solothurner Polizei reagiert mit vermehrten Kontrollen.

Autoknacker sind fleissig am Werk. Die Solothurner Polizei reagiert mit vermehrten Kontrollen.

Keystone

Ein aufmerksamer Anwohner bemerkte gegen 18.45 Uhr zwei Männer, die beim Gewerbeschulhaus eine Tasche im Gebüsch deponierten. Eine Patrouille der Kantonspolizei Solothurn, die sich in der Nähe aufhielt, konnte daraufhin eine der tatverdächtigen Personen beim Bahnhof anhalten.

Wie sich herausstellte, war die Tasche zuvor aus einem aufgebrochenen Fahrzeug in der Niklaus-Konrad-Strasse gestohlen worden. Der festgenommene 23-jährige Asylbewerber aus Algerien ist geständig und bleibt in Haft. Nach der zweiten Person fahndet die Polizei.

Deutliche Zunahme der Fahrzeugaufbrüche

Wie die Polizei in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt, hat die Zahl der Fahrzeugaufbrüche in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Allein im Kanton Solothurn wurden von Jahresbeginn bis Ende April 355 Fälle beobachtet, bei denen Gegenständen aus unverschlossenen Fahrzeugen gestohlen oder Autos dazu aufgebrochen wurden. Im Vorjahr verzeichnete die Kantonspolizei 630 solcher Ereignisse.

In rund 80 Fällen konnte die Kantonspolizei in diesem Jahr die Täter ausfindig machen. Dabei handelt es sich um um acht Tunesier, zwei Algerier, zwei Türken, vier Schweizer, einen Bosnier und einen Staatenlosen.

Wertgegenstände aus dem Auto nehmen

Die Kantonspolizei hat verschiedene Massnahmen ergriffen. Unter anderem hat sie die Präsenz erhöht, führt Spezialkontrollen durch und ist präventiv tätig.

Die Polizei empfiehlt der Bevölkerung, das Auto stets zu verschliessen und keine Wertgegenstände darin zu lassen. Verdächtige Beobachtungen sollten über die Nummern 112 oder 117 der Polizei gemeldet werden. «Die Erfahrung zeigt, dass solche Meldungen erfolgreich sind und damit mutmassliche Täter angehalten werden», so die Polizei. (ldu)

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