Rund 100 Jägerinnen und Jäger mit ihren Vierbeinern von Revier Jagd Solothurn, dem Jagdschutzverein Aargau und dem Jagdschutzverein haben sich im Moos in Balsthal getroffen. Der Jagdhundetag dient vor allem der Ausbildung der angehenden Jägerinnen und Jäger. Vorgestellt wurden 65 Hunderassen und deren Einsatzmöglichkeiten.

Bei der eigentlichen Leistungsschau «Der Hund im Einsatz» zeigte sich eindrücklich die Beziehung zwischen Hunden und Haltern. Mit viel Enthusiasmus und Hingabe führten die Hundeführerinnen und -führer ihre vierbeinigen Gefährten vor. Entspannt und friedlich reihten sich grosse und kleine Hunde – fast wie in einer grossen Familie – aneinander. Es waren auch einige Jägerinnen als Hundeführerinnen auszumachen.

Jagdtrieb unter Kontrolle halten

«Für einen Jagdhund ist Gehorsam unabdingbar. Wenn sein Jagdtrieb nicht kontrolliert werden kann, wird es schwierig, ihn während der Jagd sicher zu führen», erklärte ein Hundeführer. Der Jagdhund baut eine auf Vertrauen basierende Bindung zu seinem Führer auf und daran arbeitet ein Jagdhundeführer täglich.

Wenn beispielsweise ein Hund einer Familie plötzlich einer Katze oder einem Wildtier hinterher jagt, unterliegt der Hund seinem instinktiven Jagdtrieb. Im Jahre 2010 wurden im Kanton Solothurn 25 Rehe, 2 Füchse, eine Stockente und ein Höckerschwan von derartigen Hunden gerissen. «Einem versierten Jäger darf dies und seinem Hund nicht passieren. Der Hund muss jederzeit abrufbar sein, um sowohl das Leben des Hundes als auch des Wildtieres zu schützen», führte der Hundeführer weiter aus.

Leinenpflicht im Mai und Juni

Vom 1. Mai bis zum 30. Juni gilt übrigens im Wald die allgemeine Leinenpflicht für die Hunde. In dieser Zeit setzen die Rehgeissen ihr Kitz. Im Wald und auf dem Feld Laut Verordnung immer an der Leine zu führen sind Hunde, die jagen oder andere Personen belästigen. Ebenso gilt: Herrenlos herumstreifende und wildernde Hunde, die nicht eingefangen werden können, dürfen von Jägern abgeschossen werden. (rsl)