Keine Krise
Immobilienwirtschaft auf Erfolgskurs - Solothurner setzen auf Ausbildung

Trotz Eurokrise sehen die Solothurner Immobilienhändler ihr Geschäft auf Erfolgskurs. Das ist die Bilanz des Verbandes SVIT. Der Verband will die Ausbildung verbessern.

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Die Immobilienwirtschaft hat 2014 massgeblich zum Erfolg der Schweizer Wirtschaft beigetragen», ist Hans Peter, Präsident der Solothurner Immobilienhändler.überzeugt.(Symbolbild)

Die Immobilienwirtschaft hat 2014 massgeblich zum Erfolg der Schweizer Wirtschaft beigetragen», ist Hans Peter, Präsident der Solothurner Immobilienhändler.überzeugt.(Symbolbild)

Keystone

Morgenstund hat Gold im Mund. Zu früher Stunde trafen sich rund 30 Mitglieder der Solothurner Sektion des Schweizerischen Verbandes der Immobilienwirtschaft in der Firma Jomos in Balsthal. «Die im Januar ausgelöste Eurokrise beschäftigt unsere Wirtschaft stark und ist zu einer grossen Herausforderung geworden», sagte Präsident Hans Peter Merz.

Die Branche selbst sei nach wie vor auf Erfolgskurs, was sich vor allem auch im vergangenen Jahr gezeitigt habe. «Noch mehr. Die Immobilienwirtschaft hat 2014 massgeblich zum Erfolg der Schweizer Wirtschaft beigetragen», ist Merz überzeugt.

Die starken Bewegungen in der Branche seien auch das Ergebnis von ausgewiesenen Fachkräften im Immobilienmarkt, die sich stetig aus- und weiterbilden müssten. Der Ausbildung verschreiben sich auch verstärkt die Solothurner. Anfang März initiierte die Mitgliederorganisation erstmals einen eigenen Lehrgang. Mit sieben Teilnehmern wurde die Ausbildung zum «Bewirtschaftungssassistenten für Mitliegenschaften» in Zusammenarbeit mit der Feusi Schule Solothurn lanciert. «Wir sind überzeugt, damit einen wichtigen Schritt in der regionalen Ausbildung getan zu haben», so Merz.

Neue Strukturen schaffen

Die Finanzen des SVIT Solothurn sind auf Kurs. Finanzchef Michael Maegli gab zu bedenken, dass man sich künftig mit zusätzlichen Einnahmen ein besseres Fundament schaffen müsse, um den grösser gewordenen Aufgaben weiter gerecht zu werden. Diesen Punkt sprach auch Vizepräsident Christoph Geiser an. Der Vorstand wolle an der Generalversammlung in einem Jahr eine neue Struktur für die Mitgliederbeiträge und das Sponsoring schaffen. Die Zahl der Mitglieder ist mit rund 60 konstant.

Im Anschluss nahm Peter Kammer, CEO der gastgebenden Jomos, die Gelegenheit wahr, die Firma für Brandschutztechnik kurz vorzustellen. Dabei kam Kammer vor allem auf die neuen Brandschutzvorschriften zu sprechen. «Die bisherigen Vorschriften werden zwar gelockert, aber bei der Planung, beim Bau und der Bewirtschaftung von Liegenschaften sind künftig Besitzer mehr in der Verantwortung. »

Das Referat von Ludwig Hasler, Publizist und Philosoph aus dem zürcherischen Zollikon, sorgte im Anschluss an die Generalversammlung für Unterhaltung wie auch für zeitweiliges Nachdenken. Hasler entblätterte auf unterhaltsame Art das urschweizerische Wesen, die Mentalität der Schweizer schlechthin. Spätestens als er die Eidgenossen mit voralpinen Kleinbauern, die wir im Kern alle seien, verglich, hatte er die Zuhörer im Sack.

Das sei auch kein Nachteil, meinte er. Im Gegenteil. «Mangels eigener Rohstoffe haben wir gelernt, uns immer selber helfen zu müssen.» Das sei die Basis für den Erfolg. «Und auf dieser Welle reiten wir auch heute in der gegenwärtig zinslosen Zeit.» Der nachhaltige Erfolg, den unser Land stark mache, könne sich aber auch zum Problem entwickeln. Die Gesellschaft neige dazu, in der Gegenwart aufzugehen und vergesse dabei die Zukunft. «Das hängt mit unserem grandiosen Wohlstand zusammen. Wir wollen deshalb keine Veränderung, sondern eine Fristerstreckung für die Gegenwart». (szr)