Es gab nicht nur positive Nachrichten an der Delegiertenversammlung der Solothurnischen Fleckviehzüchter in Mümliswil. «Der Trend zu weniger Milchproduzenten in der Schweiz setzt sich fort», sagte Präsident Werner Walter. «Letztes Jahr gab es in der Schweiz noch 19'568 Milchproduzenten – 643 stiegen aus.»

Daneben gab es aber auch etwas zu feiern: 34 Besitzer von Kühen mit einer Lebensleistung von 80'000 Kilogramm Milch sowie 18 Besitzer und eine Besitzerin mit Tieren, die über 100'000 Kilogramm Milch geliefert hatten, erhielten eine Plakette überreicht. Felix Schibli, Chef des kantonalen Amtes für Landwirtschaft, blickte ebenfalls zurück auf 2018: «Über die Schweizer Kuh mit oder ohne Horn ist wohl letztes Jahr von allen Tieren am meisten diskutiert worden. Das zeigt, dass die Schweizer Milchkuh den Status eines Nationalsymbols erlangt hat.»

Er findet, bei den hitzig geführten Diskussionen sei die volkswirtschaftliche Bedeutung der Kühe zu kurz gekommen. Schliesslich leiste im Grasland Schweiz die Tierhaltung mit Milch und Fleisch immer noch den höchsten Anteil an Wertschöpfung in der produzierenden Landwirtschaft. Die Änderung des Namens und der rund 15 Jahre alten Statuten ging diskussionslos über die Bühne. Der neue Name «Swiss Herdbook Solothurn» lehnt sich an die Vorlage des Schweizerischen Verbands an. Werner Walter erklärte, der Ausdruck «swissherdbook» erlaube es, eines Tages auch Halter von Schafen und Ziegen aufzunehmen.