J+S-Lager

Im Stemmbogen durch den Nebel

Die Kursteilnehmer sitzen für einmal in der Sonne.

Die Kursteilnehmer sitzen für einmal in der Sonne.

Trotz schlechter Witterung lässt sich von den Teilnehmern am J+S-Leiterkurs in Fiesch niemand den Spass am Sport nehmen. .

In der zweiten Februarwoche fand der von der kantonalen Sportfachstelle Solothurn organisierte J+S Leiterkurs mit integrierter Eignungsabklärung für Ski und Snowboard in Fiesch statt. Der Kurs zählte 58 Teilnehmer. Geleitet wurde der Kurs von Stephan Sailer (Kursleiter), sowie Yves Aeschbacher, Roland Frei, Raffael Kamber, Roger Kocher (alle Klassenlehrer, Ski), Benedikt Heer, Simon Linder und Fabian Mangold (alle Klassenlehrer, Snowboard).

Nach der Ankunft auf der Fiescheralp und einer herzlichen Begrüssung durch das Leiterteam, hiess es für die Teilnehmer erst einmal zu beweisen, dass man als J+S Leiter tauglich ist. Dazu musste man die Eignungsabklärung in der Praxis bestehen, die bei einigen Teilnehmern doch auch ein wenig mit Angst und Respekt beäugt wurde. Dabei wurden die Teilnehmer auf grundlegende Fertigkeiten mit ihrem jeweiligen Sportgerät getestet, die dann doch nicht so unglaublich anspruchsvoll waren wie anfangs gedacht.

Am Abend wurden allgemeine Informationen und ein gut gefüllter Wochenplan kommuniziert. Montags begann um Viertel nach Acht, wie die ganze Woche, der Tag mit dessen Vorbereitung und Thematik. So wurden zum Beispiel Sportmotorik, Methodik, Pädagogik und Wettkampf behandelt.

Doch nebst der ganzen Theorie verbrachten die Teilnehmer ihre Zeit vor allem auf der Piste, wo sie auch regelmässig ein individuelles Feedback erhielten. Ausserdem hatten sie Gelegenheit eine eigene Lehrübung zu gestalten und diese durchzuführen, die dann auch detailliert mit dem jeweiligen Klassenlehrer auch mithilfe von Videoanalysen besprochen wurde. Dabei wurde auch grossen Wert auf die Selbstreflexion gelegt.

Auch wenn das Wetter nicht immer wie gewünscht war, gab es keinen Grund zur Langeweile, denn Schnee hatte es ausreichend. Selbst als wegen starken Windes nur noch ein einziger Sessellift in Betrieb war, fuhr man den ganzen Tag. Die Sicht war oftmals nicht gut, so dass die Teilnehmer gezwungen waren ihren Fahrstil ein wenig anzupassen. Doch auch der zeitweilige Nebel vermochte es nicht die wackeren Sportler aufzuhalten. Wenn es nicht anders ginge, führe man eben im Stemmbogen hinunter, hörte man einen Teilnehmer sagen. Dieses Durchhaltevermögen war nicht auch zuletzt der Anpassungsfähigkeit, dem Interesse und der Motivation der Teilnehmenden zu verdanken.

Um auch das Thema «Sprung» abhaken zu können, hatten die Klassenlehrer die Möglichkeit sich von einem Pistenfahrzeug eine Schanze machen zu lassen. Diese wurde tagsüber auch rege genutzt, ernsthafte Stürze gab es glücklicherweise keine. 

Wenn die Teilnehmer eine Verschnaufpause brauchten führten sie ihre Klassenlehrer an einen der unzähligen Aussichtspunkte der Aletschregion, um nicht nur den Sport sondern auch mal das Ambiente ins Zentrum zu stellen. Doch diese währten oft nicht allzulange, da die Teilnehmer stets erpicht darauf waren weiterzufahren.

Der diesjährige Kurs stand unter dem Motto «Underwater». Demnach kurvte der Kursleiter am ersten Tag in einem Froschkostüm über die Piste. Dieses wurde von weiteren ausgelassenen Kostümen, wobei Walfische und Delfine zu den meistgetragenen gehörten, ergänzt.
Zum Abschluss wurden den Teilnehmern noch die Gelegenheit geboten mit Telemark-Skiern zu fahren. Mit dem Kursschluss endete eine unfallfreie Woche voller Spass, Kameradschaft und Leidenschaft, die auch das Wetter nicht zu trüben vermochte.

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