Sicherheit

Im Kanton Solothurn wurde Streifen für Streifen erfasst

Die Fussgängerstreifen wurden erfasst. (Symbolbild)

Die Fussgängerstreifen wurden erfasst. (Symbolbild)

«Das Projekt ‹Sicherheitsbeurteilung und Überprüfung von Fussgängerstreifen auf Kantonsstrassen› wird plangemäss ausgeführt.» Das teilt Daniel Wassmer, Abteilungsleiter Strassenbau im Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) des Kantons Solothurn mit.

Die Überprüfung aller Fussgängerstreifen war letztes Frühjahr in Angriff genommen worden, nachdem sich schweizweit tödliche Unfälle gehäuft hatten (wir berichteten). Am Dienstag dieser Woche wurden in Schönenwerd und in der Wöschnau gleich zwei Personen auf Fussgängerstreifen angefahren und schwer beziehungsweise mittelschwer verletzt.

900 statt 500 Fussgängerstreifen

Vor einem Jahr hatte auch Kantonsrat Simon Bürki (SP, Biberist) die Sicherheit der Fussgängerstreifen auf den Solothurner Strassen per Interpellation aufgegriffen. Damals noch hatte der Kanton aber noch nicht einmal den Überblick, war doch zuerst von gut 500 Fussgängerstreifen auf Kantons- und 440 auf Gemeindestrassen die Rede. Heute geht der Kanton von gut 900 Fussgängerstreifen auf seinen Strassen aus.

Die Grundlagen zur systematischen Überprüfung der Fussgängerstreifen liegen laut Wassmer seit Anfang Oktober 2012 vor. Auf dieser Basis vergab der Regierungsrat am 22. Oktober 2012 den Auftrag an ein Ingenieurbüro. «Mit den Feldarbeiten wurde begonnen und mittlerweile wurden rund 300 von etwa 900 Fussgängerstreifen detailliert überprüft», erklärt Daniel Wassmer. Und: «Wir gehen davon aus, dass diese (wetterabhängigen) Arbeiten bis etwa Ende April 2013 abgeschlossen werden können.»

Teil der Mehrjahresplanung

Laut Wassmer werden die Erhebungen anschliessend bis voraussichtlich Ende August 2013 analysiert. Danach werden die Erkenntnisse auf den Strassen umgesetzt. Dazu werde das AVT ein Massnahmenprogramm ausarbeiten und die Prioritäten setzen. Finanziert werden die Massnahmen über die Mehrjahresplanung Strassenbau. Für Kleinprojekte sind bis 2016 18,6 Mio. Franken freigegeben.

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