Nachhaltigkeit

Im Kanton Solothurn verdienen sich ein weiteres Mal fünf Gemeinden das Label «Energiestadt»

Frau Landammann Brigit Wyss begrüsste die Anwesenden zur Re-Zertifizierungsfeier in Zuchwil.

Frau Landammann Brigit Wyss begrüsste die Anwesenden zur Re-Zertifizierungsfeier in Zuchwil.

Bei den Klimaverantwortlichen des Kantons Solothurn gab es am Mittwochabend Grund zu feiern: Die «Energiestädte» im Kanton wurden auf dem Riverside-Areal in Zuchwil als solche rezertifiziert. Durch ihre Bemühungen zur Erhaltung des Klimas verdienten sich Grenchen, Oensingen, Olten und Solothurn nach vier Jahren ein weiteres Mal das Label «Energiestadt», Zuchwil darf sich zum zweiten mal in Folge sogar «Energiestadt Gold» nennen.

Bereits seit dem Jahr 2004 gibt es die fünf Energiestädte im Kanton und seit Anfang arbeiten sie gemeinsam an der Umsetzung der Klimaziele des Bundes in ihrer Region. Dazu werden alle vier Jahre die Fortschritte und Pläne der Städte und Gemeinden vom Trägerverein Energiestadt geprüft und beurteilt. Um sich weiterhin Energiestadt nennen zu dürfen, müssen sie auf einer Punkteskala von 1 bis 100 mindestens 50 Punkte erreichen. Mit 75 Punkten wird man Energiestadt Gold; Zuchwil erreichte in dieser Periode 80,3 Punkte.

Gemeinden waren in den letzten vier Jahren fleissig

Die Projekte, die von den Energiestädten in den letzten vier Jahren umgesetzt worden sind, wurden an der Rezertifizierungsfeier unter anderem vorgestellt. Nachdem die Anwesenden von Zuchwils Gemeindepräsident Stefan Hug sowie von Frau Landammann Brigit Wyss begrüsst worden waren, erhielten sie durch den Leiter Bau und Planung Zuchwil, Peter Baumann, einen Einblick in die Geschichte der «Energiestädte der Schweiz» und in die Thematik des globalen Klimawandels.

Der Abstand muss auch an der Re-Zertifizierungsfeier eingehalten werden.

Der Abstand muss auch an der Re-Zertifizierungsfeier eingehalten werden.

Schliesslich stellte dann das Netzwerk Energiestadt Kanton Solothurn einige «Vorzeigeprojekte» der fünf Gemeinden vor. So hat zum Beispiel Grenchen auf dem Dach eines Schulhauses Solarzellen installiert und die Stadtverwaltung von Solothurn besitzt zehn E-Bikes, die Mitarbeiter benutzen können, um etwa zu Sitzungen zu fahren. Zuchwil leistet mit dem aktuellen Veranstaltungsort einen Beitrag zur Nachhaltigkeit: Mit seinem Aufbau erfüllt das Riverside-Areal alle Voraussetzungen für ein 2000-Watt-Areal, ein nationales Label, das für die hohe Energieeffizienz steht.

Die Städte brauchen ihre Einwohner

Um für die verschiedenen Projekte Punkte zu verteilen, würden unterschiedliche Themenbereiche berücksichtigt, erklärte Barbara Schwickert, Präsidentin des Trägervereins Energiestadt. So zum Beispiel Entwicklungsplanung, Versorgung und Mobilität. Die Gemeinde Oensingen beschäftigte sich in den letzten vier Jahren stark mit dem Thema Verkehr; Olten will sich vor allem auf die Entwicklungsplanung konzentrieren.

Barbara Schwickert freut es, dass die Städte und Gemeinden sich auf die Bereiche konzentrieren, in denen sie am meisten bewirken können. «Die Möglichkeiten und daher das Vorgehen sind von Ort zu Ort anders», sagte sie. «Deshalb ist es auch wichtig, dass die Bewertung der Projekte in den Händen des Vereins liegt.» Die dafür zuständige Labelkommission zieht also auch immer die Eigenheiten einer Gemeinde in Betracht, um deren Arbeit zu beurteilen.

Was aber überall wichtig ist, fand Schwickert, das sei, die Einwohner der Stadt oder Gemeinde «mitzunehmen». «Man muss sie motivieren, etwas für das Klima tun zu wollen», sagte sie, denn nur mit Befehlen funktioniere es nicht. Die Gemeinde Zuchwil habe dies sehr gut gemacht und Barbara Schwickert ist überzeugt, dass es genau diese Fähigkeit zur Begeisterung der Einwohnerinnen und Einwohner ist, die der Gemeinde 2020 wieder das Label Energiestadt Gold beschert hat.

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