Nicht nur für das kantonale Energiegesetz gingen die Solothurner Stimmbürger an die Urne. Rund 66'000 Stimmberechtigte aus dem ganzen Kanton gaben ihre Meinung auch über die beiden eidgenössichen Vorlagen ab. Die Vollgeld-Initiative, die der Nationalbank das alleinige Recht zur Schaffung von Geld zugesprochen hätte, wurde im Kanton Solothurn mit einem Nein-Anteil von 78,5 Prozent noch deutlicher abgeschmettert als im Schweizer Durchschnitt (75,7 Prozent).

Das Geldspielgesetz, das konzessionierten Schweizer Spielbanken Online-Angebote gestattet, ausländische aber ausschliesst, wurde landesweit mit 73 Prozent angenommen, im Kanton Solothurn aber weitaus kritischer beurteilt. Die Vorlage erreichte so lediglich den signifikant tieferen Ja-Anteil von 63,5 Prozent.

Fans der Vollgeld-Initative

Die Vollgeld-Initiative hatte – ebenso wie landesweit – auch nirgends im Kanton eine reelle Chance, erreichte aber in der kleinen Bauerngemeinde Rohr (Bezirk Gösgen) mit 45,45 Prozent das kantonale Maximum. Am wenigsten Zuspruch erhielt die Vorlage in Lauperstorf (12,26 Prozent). Die meisten Befürworter fand die Initiative in den Bezirken Dorneck (27,72 Prozent) und Solothurn (26,7 Prozent), die meisten Gegner im Bezirk Gäu (16,01 Prozent).
Das Geldspielgesetz konnte in der Schwarzbuben-Gemeinde Bättwil mit 74,37 Prozent den höchsten Ja-Stimmenanteil verbuchen. Einzig in der Thiersteiner Gemeinde Fehren waren die Befürworter mit 40,76 Prozent in der Minderheit. Im Bezirksvergleich fand die Vorlage wieder in den Bezirken Dorneck (67,9 Prozent) und Solothurn (66,21 Prozent) die meisten Anhänger und die wenigsten in den Bezirken Thierstein, (60,75 Prozent), Gäu (61,68 Prozent) und Thal (61,78 Prozent).

Die Stimmbeteiligung über beide Vorlagen war mit kleinen Abweichungen mit 41,7 Prozent im Bezirk Dorneck am höchsten und in den Bezirken Thal und Gäu mit rund 34,8 Prozent am kleinsten. Unter den Gemeinden sticht Feldbrunnen-St.Niklaus mit einer Stimmbeteiligung von 58,2 Prozent heraus, während Rohr mit 29,3 Prozent das Schlusslicht bildet. Auch in den Gemeinden Holderbank, Mümliswil-Ramiswil, Grenchen, Gerlafingen, Zuchwil, Messen, Herbetswil, Niederbuchsiten, Oensingen, Boningen, Eppenberg-Wöschnau, Gunzgen, Schönenwerd, Walterswil, Trimbach, Büren SO, Bärschwil, Büsserach und Zullwil war die Beteiligung ähnlich tief.