Auf Schloss Waldegg durften 3 Absolventinnen und 24 Absolventen der Solothurner Jagdprüfung ihre Fähigkeitsausweise entgegennehmen. Vorher mussten Prüfungen, die durch eine zehnköpfige, vom Regierungsrat eingesetzte Kommission abgenommen wurden, absolviert werden. Zugelassen werden nur Kandidaten, die alle theoretischen Module besucht und während des Jagdlehrgangs auch die obligatorischen hegerischen Tätigkeiten zugunsten der Wildtiere und ihrer Lebensräume nachweislich absolviert haben.

In Theorie geprüft werden die Fächer Wildtierbiologie, Wild und Umwelt, Jagdpraxis, Geschichte, Gesetz sowie Öffentlichkeitsarbeit. An der praktischen Prüfung, die bereits letzten September durchgeführt wurde, mussten die Kandidatinnen und Kandidaten einen Jagdparcours mit gestellten Situationen absolvieren, Distanzen schätzen, den sicheren Umgang mit der Jagdwaffe zeigen und ihre Schiessfertigkeit mit der Kugelbüchse und der Schrotflinte unter Beweis stellen.

Appell an die Sicherheit

Daniel Hiltbrunner, Präsident der Prüfungskommission, begrüsste unter den Anwesenden im Besonderen natürlich die neuen Jägerinnen und Jäger. Er zollte ihnen Anerkennung: «Jetzt habt ihr es geschafft. Das Ziel, worauf ihr die letzten anderthalb Jahre hingearbeitet habt, wofür ihr eure Freizeit eingesetzt habt und womit ihr sicher auch manchmal das Verständnis eurer Familien und Partner strapaziert habt.» Er appellierte an die Verantwortung, die auf die neuen Jägerinnen und Jäger zukomme: Sicherheit im Umgang mit Waffen, Zusammenarbeit mit Forst- und Landwirtschaft, Weitergabe von Wildbret an Dritte sowie Auftreten gegen aussen.

Der eigentliche Höhepunkt der Feier lag in der Diplomübergabe. Jede erfolgreiche Absolventin und jeder Absolvent wurde namentlich aufgerufen und erhielt von Jagdverwalter Marcel Tschan die Gratulation und das begehrte Dokument überreicht. Die Abschlussworte standen dann Kurt Altermatt, Präsident von Revierjagd Solothurn, zu. Er erklärte: «Jetzt seid ihr in der vollen Verantwortung, gute Jägerinnen und Jäger zu werden. Hört hin, seht hin, bringt euch ein, macht mit und packt an bei der Hegearbeit und bei der Jagd. Helft, gemeinsam das jahrtausendealte Kulturgut Jagd weiterzutragen und zu entwickeln.»

Im Durchschnitt 40 Jahre alt

Das Durchschnittsalter der Absolventinnen und Absolventen betrug 40 Jahre. Der älteste der neuen Jäger ist 66 Jahre alt, der jüngste 19. Es ist Mark Koller aus Flüh. Er absolvierte den Lehrgang im Revier Rodersdorf. Durch einen Freund habe er zur Jagd gefunden. In der Folge ging er ein paarmal als Treiber mit und fand Gefallen an der Freizeitbeschäftigung.

Er erklärte: «Das Jagdlehrjahr war intensiv, weil ich daneben noch eine private Ausbildung mache, aber auch interessant und lehrreich. Vor allem die spannende Zeit, die man in der Natur verbringen kann, war alle Mühen wert.» Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Jagdhornbläsern aus dem «Buechibärg» unter der Leitung von Ueli Haas.

Die neuen Jägerinnen und Jäger

Halbeisen Beatrix, Breitenbach, Steinmann Denise, Olten, von Arb Nicole, Neuendorf, Borner Robin, Zuchwil, Bubendorf Yves, Oberwil, Flückiger Franz, Mümliswil, Gandola Marco, Bettlach, Henzi Stephan, Breitenbach, Heutschi Alban, Balsthal, Käser Ueli, Nunningen, Kavvadias Sebastian, Boningen, Koller Mark, Flüh, Koller Stefan, Stüsslingen, Krasniqi Lulzim, Egerkingen, Küchler Sven, Oberbuchsiten, Manser Gian-Marco, Hofstetten, Misteli Roberto, Neuendorf, Nussbaumer Marc, Olten, Probst Mark, Niederbuchsiten, Probst Nico, Balsthal, Schmid Sven, Seewen, Schneiter Gregor, Hubersdorf, Schroth Alex, Schönenwerd, Schwanz Heini, Zofingen, Steiner Jürg, Recherswil, Vogt Stefan, Bettlach, Wiggli Thomas, Seewen.