Skimming

Im Kanton Solothurn gab es in diesem Jahr schon 50 Skimming-Fälle

Beim Skimming werden Bankdaten ausgespäht (Archiv)

Beim Skimming werden Bankdaten ausgespäht (Archiv)

Der manipulierte Tankautomat an der Avia-Tankstelle in Riedholz ist bei weitem kein Einzelfall. 50 Fälle sind der Polizei seit Anfang Jahr gemeldet worden. 2011 waren es insgesamt 75 Fälle.

«Skimming ist ein sehr aktuelles Phänomen. In den letzten Tagen haben wir vermehrt Meldungen erhalten», sagt Bruno Gribi vom Mediendienst der Kantonspolizei Solothurn. «In letzter Zeit sind vermehrt Tankstellen betroffen», so Gribi weiter. Wie viele Leute bei einem einzelnen Skimming-Fall jeweils zu Schaden kommen, wisse man oft nicht, so Gribi. Denn zum einen werden die Betrugsfälle erst mit zeitlicher Verspätung entdeckt. Und wo die Karte geknackt wurde, wissen viele Leute dann immer noch nicht.

Polizei weist die Banken auf Skimming-Kontrollen hin

Klar ist hingegen: «Viele Bezüge finden im Ausland statt», sagt Gribi. Zu der Täterschaft in Riedholz kann die Polizei derzeit keine Angaben machen. Auch die Banken weist die Polizei auf das Skimming hin. Sie empfiehlt, den Banken, die Automaten täglich zu prüfen. «Sie stellen eine Manipulation am ehsten fest», so Gribi. Die Kameras, die die Diebe zum Erspähen des PIN-Codes benützten, seien so klein, dass sie kaum mehr auffielen. «Die Methoden werden dreister», so Gribi. Die Polizei empfiehlt, den PIN-Code immer abzudecken. (lfh)

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