Weissenstein-Schwinget
«Im Kampf sind wir Gegner und sonst sind wir Freunde»

Am Weissenstein-Schwinget feiert man den Sport, die Tradition und das gesellige Zusammensein. Eingebettet zwischen Kurhaus und Wanderwegen geht das grosse Berfest dieses Jahr schon in die 68. Runde. Und es ist noch immer beliebt – die Sitzplätze sind restlos ausverkauft.

Lara Frey
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Der 68. Weissenstein-Schwinget als Volksfest
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4950 Zuschauer wurden am 68. Weissenstein-Schwinget verzeichnet
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
Gleichzeitig mit dem Schwingen wurde 1947 auch ein Wettkampf für Steinstösser eingeführt.
Jährlich messen sich Athleten aus der ganzen Schweiz mit dem 66 kg schweren Weissenstein-Stein.
68. Weissenstein-Schwinget
Der Festplatz befindet sich auf die Bergmatte nördlich des Sennhauses
68. Weissenstein-Schwinget
Auch Ständerat Roberto Zanetti verfolgte das Schwingen
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
Lebendpreis Hermine mit jungen Fans
68. Weissenstein-Schwinget
Fürs leibliche Wohl war gesorgt: Es gab z.B. Bratwurst...
Pommes...
.... oder Glace.
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein- Schwinget 2019
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget
68. Weissenstein-Schwinget

Der 68. Weissenstein-Schwinget als Volksfest

Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Schon vom Parkplatz aus riecht man den Bratwurstgeruch und hört die Älplermusik. Die Idylle auf dem Weissenstein scheint diesen Samstag noch perfekter als sonst: Der jährliche Weissenstein-Schwinget findet statt. Eingebettet zwischen Kurhaus und Wanderwegen geht das grosse Schwingfest dieses Jahr schon in die 68. Runde. Das Fest ist noch immer beliebt; die Sitzplätze sind restlos ausverkauft. Bei strahlendem Sonnenschein und der wunderschönen Landschaft könnten sich Schwing-Fans wohl auch keinen schöneren Ort wünschen. Der leichte Wind macht die Sommerhitze erträglich und passt perfekt zum typischen Schwingfest-Dresscode: Im Edelweisshemd mit Strohhut ist man ideal gekleidet. Sogar die kleinen Kinder, die munter zwischen den Festbänken und der Tribüne herumwuseln, stecken in Edelweisshemden.

Samuel Giger jubelt nach seinem Sieg beim Weissenstein Schwinget 2019.
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Es ist das erste Mal nach 68 Austragungen, dass einem Schwinger auf dem Weissenstein die Titelverteidigung gelingt!
Samuel Giger ist damit auch seit zwei Jahren auf dem Weissenstein unbezwungen.
Im Schlussgang besiegte Samuel Giger seinen Gegner Michael Wiget nach nur einer Minute – es ist das zweite Duell des Tages, schon im vierten Gang hat Giger den Wünnewiler diskussionslos bezwungen
Marco Iseli, hinten, schwingt gegen Kilian von Weissenfluh im vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Samir Leuppi, oben, schwingt gegen Lars Voggensperger im vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Fritz Ramseier, oben, schwingt gegen David Schmid im vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Samuel Giger während seinem Kampf gegen Patrick Raebmatter im fünften Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Matthias Aeschbacher, oben, schwingt gegen Raphael Zwyssig im vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Das Siegerrind Hermine wartet vor dem Auftritt ausserhalb der Schwingarena, beim Weissenstein Schwinget 2019.
Ein Kampfrichter beobachtet das Geschehen im vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Samuel Giger auf dem Weg zum Brunnen vor seinem vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Nick Alpiger, links, schwingt gegen Dominik Roth im vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Kilian Wenger, oben, schwingt gegen Dominik Oertig im vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Michael Bless vor seinem vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Kilian Wenger, rechts, schwingt gegen Fabian Staudenmann im sechsten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Samuel Giger beim Weissenstein Schwinget 2019.
Kilian Wenger, oben, schwingt gegen Michael Bless im fünften Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Samuel Giger, links, nach seinem Sieg gegen Patrick Räbmatter im fünften Gang beim Weissenstein Schwinget.
Kilian Wenger, links, schwingt gegen Fabian Staudenmann im sechsten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Samuel Giger, unten, schwingt gegen Patrick Räbmatter im fünften Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Kilian Wenger, links, und Michael Bless greifen zusammen im fünften Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Samuel Giger jubelt nach seinem Sieg gegen Patrick Räbmatter im fünften Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Samuel Giger auf dem Weg zum Brunnen vor seinem vierten Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Nick Alpiger, links, jubelt nach seinem Sieg gegen Fritz Ramseier im fuenften Gang beim Weissenstein Schwinget 2019.
Weissenstein-Schwinget 2019 mit blauem Himmel
In den drei Ringen gehts zur Sache
Alpiger Nick gegen Bernhard Kämpf am Weissenstein-Schwinget 2019
Staudenmann Faban (Guggisberg) gewinnt gegen den Ostschweizer Eidgenossen Zwyssig Raphael.
Fabian Staudenmann gegen Raphael Zwyssig
Joel Strebel (Aristau) macht kurzen Prozess und legt Schwingerkönig Arnold Forrer (Stein SG) auf den Rücken.

Samuel Giger jubelt nach seinem Sieg beim Weissenstein Schwinget 2019.

PETER KLAUNZER

Nicht nur ein Brauch, sondern Kultur

«1992 waren wir das erste Mal zusammen am Eidgenössischen Schwingfest in Olten. Seither gehen wir jedes Jahr zusammen hin», berichtet eine Gruppe munterer Herren. Ihre Gesichter sind etwas gerötet, ob von der Sonne oder dem Bier weiss man nicht – muss man auch nicht, denn heute dürften die Eidgenossen sich gehen lassen, meinen sie. Aber nicht nur «Eidgenossen», wie viele der Gäste sich stolz nennen, sind begeistert vom Schwingsport: Auch ein Deutscher erzählt fasziniert: «Das Schwingen ist ein ehrlicher Sport, das ist das Schöne daran. Es zählt nicht nur die Kraft, sondern auch Ausdauer und Koordination. Und es gibt keine Chaoten, wie beispielsweise beim Fussball, sondern alle sind friedlich.» Aus der ganzen Deutschschweiz sind die Zuschauer angereist: Luzerner, Berner, viele Innerschweizer haben sich auf dem Weissenstein versammelt. Eine Gruppe Appenzeller Bauern, ihre Ohren zieren goldene Kuhohrstecker, zählen auf, was ihnen am Schwingen gefällt: «Das echt Schweizerische, die Bodenständigkeit, der Kampf von Mann gegen Mann.»

Am Mittag strömen die Scharen ins Festzelt, Jodelgesang und Ziehharmonikamusik verkürzen die Wartezeiten. Junge Mädchen laufen zwischen den Festbänken hindurch und rufen munter: «Zwischenranglisten zu verkaufen!». Schwingen würden sie selber nicht, erzählen sie, sondern nur ihre Brüder. Ob sie später einmal damit anfangen möchten? «Lieber nicht, das Sägemehl beisst auf der Haut», grinsen sie. «Aber auf dem Trampolin mit dem Bruder macht es schon Spass. Und an Schwingfeste gehen wir auch gerne.»

Was Schwingfeste so schön macht, zählt eine Berner Oberländerin auf: «Das ist eine Tradition, ein Brauch! Die Bodenständigkeit, das Friedliche, die schönen, kräftigen Männer, die Stimmung, das alles macht es aus. Das ist Kultur!» Die Gäste, die in der Nähe auf den Festbänken sitzen, nicken zustimmend. Und was den Sport an sich so schön macht, weiss ein junger Schwinger. Dreizehnjährig ist er und schwingt bereits in seiner vierten Saison: «Das Eins-gegen-Eins gefällt mir. Im Kampf sind wir Gegner und sonst sind wir Freunde.»