Wer als J+S-Leiter eingesetzt werden will, muss im Zweijahresrhythmus einen dreitägigen Fortbildungskurs absolvieren. Zwischen Mitte Dezember und Ende Januar führte die Kantonale Sportfachstelle Solothurn auf der Fiescheralp insgesamt vier J+S-Fortbildungskurse in den Sparten Skifahren und Snowboard durch. 152 Leiterinnen und Leiter – 100 Skifahrer, 52 Boarder – wurden durch ein Team von 20 Personen betreut.

Trotz Schneemangel gut

Auch wenn sich das Goms vor allem im Dezember nicht über Schnee in grossen Mengen erfreuen durfte, waren die Verhältnisse doch gut. Die beiden Kurse im Januar fanden sogar bei ausgezeichneten Verhältnissen statt. «Das prächtige, fast frühlingshafte Wetter im Januar liess bei uns geradezu Ferienstimmung aufkommen», meinte der Lommiswiler Heinz Stuber.

Der Kaufmann gehört zusammen mit Marina von Arx aus Wisen zum harten Kern der Teilnehmer im vierten und letzten Kurs. Stuber ist seit über 20 Jahren J+S-Leiter. «Es ist für mich immer wieder ein neues Erlebnis, der Ausbruch aus dem grauen Alltag, die Freude am Skifahren an die jungen Leute weiterzugeben und ihnen beizubringen, auf die anderen Rücksicht zu nehmen.» Dies mache ihm immer noch Spass wie beim ersten Kurs.

Bereits mit 18 Jahren hat Petra Henz aus Oberdorf ihren Leiterkurs erfolgreich bestanden. Schon ein Jahr später stand die gelernte Schreinerin erstmals als Leiter 2 im Einsatz. Weit über 10 Kurse hat sie bis heute geleitet. Auch sie lobt die idealen Verhältnisse im Hotel Eggishorn.

Das diesjährige Modul Fortbildung stand in allen vier Kursen unter dem Motto «Lernen mit Bildern». Zu diesem Zweck hatten die Teilnehmer soweit vorhanden Smartphone, Tablet, GoPro oder Kameras mitzunehmen.

Wie von Kursleiter Jürg Fuhrimann zu erfahren war, bestanden die Kurse aus zwei Theorieblöcken. Ein wichtiger Kursbestandteil, der aus Zeitgründen jeweils am Abend stattfand. Hier wurde das tagsüber aufgenommene Bildmaterial ausgewertet und gestützt darauf die nötigen Korrekturen angeregt.