Weihnachten

«Im Jahr Null nach Christus ist Jesus gestorben»: Der Weihnachts-Shopper-Test

Der Grund für Weihnachten: Die Geburt des Jesuskindes in der Krippe im Jahre null in Bethlehem.

Der Grund für Weihnachten: Die Geburt des Jesuskindes in der Krippe im Jahre null in Bethlehem.

Unsere Reporterin wollte von Weihnachts-Shoppern wissen, aus welchem Grund wir dieses Wochenende eigentlich feiern. Spannende, lustige und unerwartete Antworten bekamen wir zu hören.

Halleluja! Dieses Wochenende feiern wir Weihnachten! Heute vor ... ähm ... wann? Ist ... Moment mal ... was passiert? Da war doch was mit ... Jesus, Maria, Josef und einem Esel?

Ja, liebe Weihnachts-shopper und -innen, da sind die meisten von Ihnen etwas ins Stolpern geraten. Vier Fragen habe ich einigen Kauffreudigen unter Ihnen in den letzten Tagen gestellt und dabei Erstaunliches erfahren.

Am 24. – oder wars doch der 25. Dezember? – im Jahre 0 – vor oder nach Christus, da waren sich nicht alle einig – ist Jesus Christus zur Welt gekommen. Oder wars doch sein Sohn? Auch über den Geburtsort waren Sie sich nicht ganz einig. Nazareth? Betlehem? Oder doch Jerusalem? Ist ja alles schon ein paar Tage her. Was mich zu den Ausreden bringt, die Sie sich spontan haben einfallen lassen. Von «Für uns ist das eh vor allem ein Familienfest» über «Ich war nicht persönlich dabei» bis zu «Ich bin schon älter, da vergisst man ab und zu etwas» habe ich fast alles gehört.

«Wissen Sies denn?», wird zurückgefragt. Natürlich, nach sieben Jahren als Ministrantin und vier Jahren im Kirchenchor kenne ich die Geschichte. Wobei einige von Ihnen die Geschichte ebenfalls sehr gut kennen.

Ein Familienvater erzählte mir spontan die ganze Weihnachtsgeschichte. Was davon aber an Weihnachten geschehen ist, konnte er aber erst nach langem Überlegen rekonstruieren. Am besten gefallen haben mir die Mamis und Papis, die spontan ihr Kind zur Hilfe riefen: «Du hast das doch in der Schule gehabt?»

Natürlich lösen wir das Rätsel heute auf. Damit auch alle, die von mir verschont blieben, erfahren, weshalb sie sich in diesen Tagen mit der Familie rumplagen, Unmengen von Geld, Zeit und Nerven in Geschenke investiert haben und was die komischen Figuren unter dem Baum sollen.

Weshalb feiern wir überhaupt Weihnachten? So lautete meine erste Frage. Die traditionelle Weihnachtskrippe zeigt den Grund: Es ist die Geburt von Jesus Christus. Ein nicht ganz unbedeutendes Ereignis in der Geschichte des – da haben wirs – Christentums. Die Evangelisten Lukas und Matthäus nennen allerdings kein Datum, dieses wurde erst nachträglich auf den 24./25. Dezember festgelegt.

Die zweite und die dritte Frage drehten sich um Ort und Zeit des Geschehens. Nach Lukas wurde Jesus in Betlehem geboren und nach seiner Geburt in eine Krippe gelegt. Die Geschichte mit dem Stall ist nirgends belegt. Die christliche Zeitrechnung, welche wir nutzen, beginnt mit dem Geburtsjahr von Jesus. Daher erblickte der Retter der Welt das Licht derselben im Jahr 0, wobei dies unter Historikern heute sehr umstritten ist.

Und das Christkind? Wer ist denn nun das? Der Samichlaus? Die Heiligen drei Könige? Alle, die etwas verschenken? Der Name sagt es eigentlich. Jesus CHRISTus ist ursprünglich das CHRISTkind. Der Bezug ging allerdings im Laufe der Zeit verloren, weshalb in den Köpfen vieler Menschen das Christkind zu einem Engel mutierte.

Aber ich muss festhalten: Ein beachtlicher Teil der Befragten hat unsere kleine «Prüfung» bravourös gemeistert und alle vier Fragen auf Anhieb richtig beantwortet. Einige brauchten etwas länger, haben aber mittels logischen Denkens und Kindheitserinnerungen das meiste zusammengekriegt.

Und für alle anderen bieten sich bald wieder Gelegenhei-ten, ihr Wissen um christliche Traditionen aufzufrischen. Warum feiern wir zum Beispiel Silvester? Den 6.Januar? Fasnacht? Und welcher Hase wurde eigentlich an Ostern gekreuzigt?

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