Umbauprojekt

Im Herbst kann die Sanierung des «Rosengartens» endlich starten

Rosengarten-Liegenschaft in Solothurn1

Rosengarten-Liegenschaft in Solothurn1

Nach jahrelangen Verzögerungen wird das Departement von Bildungsdirektor Remo Ankli in der Solothurner Vorstadt seine neue Bleibe erhalten.

Nun soll es mit der Sanierung und der Umnutzung der Liegenschaft Rosengarten in der Solothurner Vorstadt doch endlich vorwärtsgehen: Im neusten Amtsblatt sind die verschiedenen Lose der Bauarbeiten ausgeschrieben worden. Damit besteht Aussicht, dass das kantonale Bildungsdepartement nach einer langen juristischen Leidensgeschichte – in die auch das Bundesgericht involviert worden war – wohl doch in absehbarer Zeit eine neue Bleibe finden wird.

In der kantonseigenen Liegenschaft Rosengarten, die mit dem Neubau des Berufsbildungszentrums Solothurn freigeworden ist, könnte das Departement von Bildungsdirektor Remo Ankli wohl schon längst residieren, wenn alles wie geplant gelaufen wäre. Denn der Kantonsrat hatte einen entsprechenden Kredit von 14,9 Mio. Franken schon im November 2016 freigegeben.

Ein Bürger schaltete das Bundesgericht ein

Doch gegen diesen Beschluss hatte ein Bürger beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht, mit der Begründung, dass ein Geschäft dieser Grössenordnung obligatorisch der Volksabstimmung hätte unterbreitet werden müssen. Die höchsten Richter befanden, dass eine Volksabstimmung nicht obligatorisch gewesen sei. Allerdings hätte zumindest die Möglichkeit des fakultativen Referendums zugelassen werden sollen. Der Kanton entschied sich darauf freiwillig für eine Neuauflage des Geschäfts: Dabei wurden 10,3 Mio. Franken für die Sanierung als gebundene Aufgabe qualifiziert und weitere 4,6 Mio. Franken für die Umnutzung als neue Aufgabe dem fakultativen Referendum unterstellt (das nicht ergriffen wurde).

Bereits im kommenden Herbst sollen gemäss Brigitta Schweizer, Abteilungsleiterin Immobilienentwicklung im Hochbauamt, die Bauarbeiten aufgenommen werden. Vorgesehen sind dafür zwei Jahre. Der Bezug ist laut Schweizer für das vierte Quartal 2022 vorgesehen.
Der Rosengarten wird die neue Bleibe für das heute auf mehrere Standorte verzettelte Departement für Bildung und Kultur sein. So sollen neben Regierungsrat Remo Ankli und seinem Stab auch Teile des Volksschulamtes, des Amtes für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen sowie des Amtes für Kultur und Sport hier untergebracht werden. Ein Mieter wird auch weiterhin im Gebäude aktiv bleiben: Coop, mit seinem Center Rosengarten.

Im neusten Amtsblatt ist nun die ganze Palette der fälligen Arbeiten zur Vergabe ausgeschrieben. Die Palette reicht dabei von Abbruch- und Baumeisterarbeiten (Stahlbeton- und Maurerarbeiten), eine Aluminiumfassade samt Storen, die üblichen Elektro-, Lift- und Beleuchtungsinstallationen bis zu den Gipser- und Malerarbeiten. Die Frist für die Offerteneingabe läuft gemäss Amtsblattpublikation bis am 4. September.

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Autor

Urs Mathys

Urs Mathys

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