Oberaargau/Solothurn
Ihre drei Hunde fielen einem Fleischköder Opfer: Besitzerin nimmt Stellung zu Tötungsvorwürfen

Daniela M. wird vorgeworfen, ihre drei Hunde getötet zu haben. Die Tiere starben im Februar 2018 infolge eines giftigen Fleischköders. Bisweilen hat die Besitzerin geschwiegen, nimmt nun aber doch Stellung zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft.

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Die Hundebesitzerin im Februar 2018 auf Tele M1

Die Hundebesitzerin im Februar 2018 auf Tele M1

Tele M 1

Im Februar 2018 mussten die drei Hunde von Daniela M. qualvoll sterben: Nach dem Verzehr eines giftigen Fleischköders bespickt mit Rasierklingen und Stecknadeln im Garten erlitten die Hunde schwere Verletzungen in der Magengegend. Die Besitzerin brachte die Hunde zwar notfallmässig von Rohrbach BE in die Tierklinik Sonnenhof in Derendingen, wo die Tiere notoperiert wurden, doch sie überlebten den Eingriff nicht. Daraufhin habe die Besitzerin einen Spendenaufruf auf Facebook gestartet, um die Arztkosten zahlen zu können.

Laut einem Bericht des Regionalsenders Tele M1 am Mittwochabend wird nun die Besitzerin selbst der Tat verdächtigt: Im Januar dieses Jahres erhielt sie einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft in Bern, wo sie zur Zeit des Geschehens wohnhaft war. Gegenüber TeleM1 wollte die 26-Jährige, die mittlerweile im Kanton Solothurn lebt, aber damals nichts sagen. Ihren Partner Nicolas Duss nahm sie in Schutz und beteuerte ihr Unschuld.

Bedingt Geldstrafe und Busse

Nun nimmt die 26-Jährige doch Stellung: Sie erzählt im «Blick», dass eine Woche nach dem Geschehen die Polizei für eine Hausdurchsuchung aufgetaucht sei. Doch sie habe sich nichts dabei gedacht. «Die haben ja nur Hundespielsachen und den vergifteten Kot im Garten gefunden. Sonst gar nichts», sagt sie gegenüber der Boulevardzeitung. Monate später sei die Besitzerin zu Einvernahme gerufen worden. Bisweilen habe jegliche Spur von einer Täterschaft gefehlt.

Im Januar erhielt sie den Strafbefehl. Darin wird ihr die Misshandlung der Hunde vorgeworfen. Des Weiteren wird ihr vorgehalten: «Durch die arglistige Irreführung der Bevölkerung beziehungsweise das Vorspielen der Rolle als Opfer erwirtschaftete sie mit diesem Spendenaufruf einen Betrag von 19'000 Franken.» Die Folgen für die 26-Jährige: 5100 Franken Geldstrafe bedingt. Bezahlen muss sie eine Busse von 1000 Franken plus Gebühren von 3740 Franken. «Ich habe natürlich Einsprache gehalten», sagt Daniela M.

Nächsten Mittwoch wird sie nun vor Gericht stehen und ihren Standpunkt vertreten. Selbst bei einem Schuldspruch wolle sie den Fall ihren Hunden zuliebe weiterziehen. «Bis der richtige Täter gefunden ist!» (gue)

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