Flumenthal/Deitingen

Hunderte Personen wollen das neue Bundes-Asylzenter sehen

Grosser Andrang beim Tag der offenen Tür beim Bundesasylzentrum in Flumenthal.

Grosser Andrang beim Tag der offenen Tür beim Bundesasylzentrum in Flumenthal.

Das neue Bundesasylzenter in Flumenthal, direkt neben der Autobahn-Raststätte Deitingen Nord, nimmt kommende Woche seinen Betrieb auf. Am Samstag weihte das Staatssekretariat für Migration die Anlage mit einer Eröffnungsfeier ein. Zahlreicher Menschen nutzten die Gelegenheit, um den Bau von innen zu sehen.

Nun ist es da, das neue Bundesasylzentrum im Deitinger Schachen, auf dem Gemeindegebiet von Flumenthal. Mit einem Tag der offenen Tür weihten die Verantwortlichen vom Staatssekretariat für Migration (SEM) die Anlage diesen Samstag offiziell ein. SEM-Direktor Mario Gattiker dankte in seiner Ansprache dem Kanton Solothurn und den Gemeinden Flumenthal und Deitingen für die konstruktive Zusammenarbeit: «Mit der Eröffnung des Bundesasylzentrums fügen wir ein weiteres Puzzleteil zur Umsetzung des revidierten Asylgesetzes hinzu.» Und Regierungsrätin Susanne Schaffner wies darauf hin, dass das Asylwesen eine Verbundaufgabe sei, die nur gelingt, wenn Bund, Kanton und Gemeinden gut zusammenarbeiten. Gleichzeitig betonte Schaffner, dass der Kanton Solothurn und insbesondere die beiden betroffenen Gemeinden für das Asylzenter entlastet werden. So müssen Deitingen und Flumenthal gar keine Asylsuchenden in ihren Gemeindestrukturen unterbringen, der Kanton Solothurn muss insgesamt weniger Asylsuchende aufnehmen. «Dieses Kompensationssystem muss eingehalten werden. Wir sind froh, dass sich das SEM so deutlich dazu bekennt», so Schaffner.

Gleichzeitig nutzten zahlreiche Menschen die Gelegenheit, das neue Zentrum zu besichtigen. Bei der Planung des Unterfangens gingen die Wellen hoch, gerade in der Gemeinde Deitingen formierte sich heftiger Widerstand gegen das Unterfangen. Bis vor Bundesgericht versuchten die Gemeinde und einige Anwohner, den Bau der Anlage zu verhindern – erfolglos.

Das Zenter bietet Platz für 250 Personen. Kommende Woche wird es in Betrieb genommen.

Das Zenter bietet Platz für 250 Personen. Kommende Woche wird es in Betrieb genommen.

  

Das Bundesasylzenter bietet Platz für insgesamt 250 Asylsuchende. Verfahren werden dort keine durchgeführt. Im Asylzenter werden sich Personen aufhalten, die im Dublin-Verfahren sind, die auf einen Beschwerdeentscheid warten oder deren Verfahren bereits abgeschlossen sind und die auf die Rückweisung warten. Die Betreuung der Asylsuchenden übernimmt die private Firma ORS, die darauf spezialisiert ist und schweizweit eine Mehrheit der Asylunterkünfte betreut. Für die Sicherheit auf Platz ist Securitas verantwortlich, weiter sind Mitarbeiter der Landeskirchen sowie der muslimischen Gemeinschaft vor Ort. Der Betrieb wird bereits kommende Woche aufgenommen, mit 20 bis 30 Asylsuchenden. Die Kapazität dürfte dann laufend gesteigert werden.

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