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Hotel Weissenstein hat Betrieb heruntergefahren und «eingewintert»

Das Kurhaus ist zu. (Archiv)

Das Kurhaus ist zu. (Archiv)

Wie zahlreiche andere Hotel- und Restaurantbetriebe im Kanton Solothurn hat das Hotel Weissenstein bis voraussichtlich am 19. April geschlossen. Marketing-Verantwortliche Gabriela Krummenacher gibt Auskunft zur aktuellen Lage auf dem Solothurner Hausberg.

Was bedeutet die Schliessung für den Betrieb, für die Mitarbeitenden?

Gabriela Krummenacher: Diese Krise wird für die gesamte Wirtschaft enorme Auswirkungen haben und trifft uns in der Gastronomie und Hotellerie natürlich ebenfalls hart. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Gäste geht aber zu jedem Zeitpunkt vor, weshalb wir uns an die Weisungen des Bundesrates halten. Unsere Mitarbeiter bleiben somit seit dem 16.März zu Hause, so lange das Hotel geschlossen bleibt.

Gibt es noch Arbeit auf dem Berg? Oder gibt es etwa Home-Office-Möglichkeiten?

Wir mussten aufgrund der aktuellen Situation Kurzarbeit anmelden. Für Auskünfte per Telefon und E-Mail stehen wir zur Verfügung. Die Mehrheit unserer Mitarbeiter stellt sich zudem zur Verfügung um Freiwilligenarbeit zu leisten. Wir stehen mit diversen Organisationen in der Umgebung in Kontakt und vermitteln so unsere Mitarbeiter. Unser operatives Team konnte bereits vor Bundesbeschluss am 13. März viel Vorarbeit leisten im Hinblick auf die temporäre Schliessung.

Was bedeutet die Situation für Gäste, die schon ein Zimmer oder ein Essen reserviert haben?

Alle Stornierungen aufgrund der Schliessungen wurden selbstverständlich kostenlos vorgenommen. Unsere Gäste haben die Möglichkeit, kostenlos auf ein neues Datum zu verschieben.

Was raten Sie Wandernden und Velofahrenden: Dürfen diese trotzdem noch auf den Berg bzw. die Anlage des Kurhauses?

In der aktuellen Lage empfiehlt der Bundesrat möglichst zu Hause zu bleiben und Distanz zu wahren. Wir enthalten uns einer Empfehlung ob Wanderer und Velofahrer nun in der aktuellen Lage einen Ausflug auf den Weissenstein machen sollten. Das Hotel und Restaurant Weissenstein ist geschlossen und somit auch die Anlage rund um das Hotel. Der Spielplatz ist seit Wintereinbruch geschlossen.

Was bedeutet die Schliessung für das im Sommer wieder eröffnete Kurhaus – weiss man schon, ob man die Ausfälle stemmen kann?

Die gesamte Tourismusbranche leidet, so auch unser Hotel. Es muss jetzt abgewartet werden, wie schnell sich die Lage entspannt und inwiefern der Bund unterstützen kann. Zudem hoffen wir natürlich, dass uns die Individualgäste sowie die Seminargäste, die ihre Veranstaltungen absagen mussten, treu bleiben und uns nach Betriebsaufnahme wieder besuchen und die geplanten Events durchführen.

Was macht man derzeit mit dem Platz (Seminarräume, Hotel, Restaurant, Terrasse), der nicht genutzt werden kann?

Der Betrieb wurde heruntergefahren und «eingewintert», damit keine zusätzlichen Kosten entstehen. Vorerst bleibt das so. Sollte die Situation länger andauern als bis zum 19. April werden Möglichkeiten für die Alternativverwendung geklärt.

Was macht man mit den Vorräten aus der Küche?

Da dank unserem Produktionsverfahren generell bereits sehr viel Food Waste verhindert werden kann und sich die schweizweite Schliessung der Restaurants bereits letzte Woche abzeichnen liess, haben wir Vorkehrungen getroffen: wir konnten frühzeitig vergängliche Lebensmittel verwenden, Lieferantenbestellungen stornieren und wo möglich, die Lebensmittel verarbeiten, um die Haltbarkeit zu erhöhen.

Die Fragen wurden schriftlich gestellt. 

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