Im Chlepfibeerimoos auf dem Gebiet der Gemeinde Seeberg lässt der Kanton Bern ab Mitte August zahlreiche Bäume fällen. Er will damit erreichen, dass sich das Hochmoor von nationaler Bedeutung wieder auf seine ursprüngliche Grösse ausdehnen kann. Zur Schonung des empfindlichen Bodens wird laut der bernischen Volkswirtschaftsdirektion möglicherweise ein Helikopter eingesetzt. Das Chlepfibeerimoos befindet sich teilweise auf bernischem, teilweise auf solothurnischem Gebiet, unmittelbar neben dem Burgäschisee.

Die Arbeiten werden durch den Kanton Bern ausgeführt, allerdings wird die Bevölkerung im Kanton Solothurn fast mehr von den Arbeiten betroffen sein – auf Berner Seite sind die Siedlungen viel weiter entfernt.

Die Bäume werden auch gefällt, weil die beiden Kantone und die Grundeigentümerin Pro Natura das Moos regenerieren wollen. Geplant ist beispielsweise, mit dem Einbau von Spundwänden die Drainage neu zu regeln. Niklaus Bernhard von der bernischen Volkswirtschaftsdirektion bestätigte entsprechende Informationen der «Berner Zeitung». Für diese Spundwände braucht es Platz. Diese baulichen Aktivitäten sollen Mitte September starten. Im Chlepfibeerimoos gedeihen so seltene Pflanzen wie etwa der Sonnentau. Der Kanton Solothurn liess 2012 auf seinem Gebiet 230 Bäume fällen, um das Hochmoor zu erhalten. (sda/coh)