Ecopop
Höchster Solothurner irritiert Junge Grüne

Die Jungen Grünen zeigen sich irritiert, ob dem Engagement des Solothurner Kantonsratspräsidenten Peter Brotschi (CVP) für die Ecopop-Initiative, die die Zuwanderung radikal beschränken will.

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Peter Brotschi, Kantonsratspräsident

Peter Brotschi, Kantonsratspräsident

Hanspeter Bärtschi

Der aktuell höchste Solothurner sitzt im Unterstützungskomitee der Initiative. «Dass ein amtierender Kantonsratspräsident in einem Unterstützungskomitee Einsitz nimmt, ist problematisch», meint Mattias Ruchti, Vorstand Junge Grüne Kt. Solothurn.

Schliesslich vertrete er den Kanton und dessen Bevölkerung nach aussen. «Dabei gilt es die eigene Meinung zurückzuhalten», so Ruchti. «Auch wenn sich Brotschi im Abstimmungskampf nur dezent äussern will, bereits sein Engagement im Unterstützungskomitee ist alles andere als zurückhaltend.» Die Jungen Grünen fordern deshalb Brotschi auf , sich aus dem Komitee zurückzuziehen.

Hingegen begrüssen die Jungen Grünen, dass Brotschi insgesamt gegen die Zersiedelung kämpfen will. «Auch die Jungen Grünen wollen kein ‹Los Angeles› in der Schweiz», schreiben sie. Die Argumentation von Brotschi und der Ecopop-Initianten sei jedoch schlicht falsch. «Die Ursache der Zersiedelung liegt in unseren übersteigerten Ansprüchen an Wohnraum, nicht auf der Zuwanderung», sagt Niels Kruse, Co-Präsident Junge Grüne Kt. Solothurn.

Die Jungen Grünen sind der Ansicht, dass die Initiative diskriminierend ist, da sie die Schuld am zu grossen Ressourcenverbrauch einseitig den Zuwanderern in die Schuhe schiebe. (mgt)