Attisholz Nord

Hier lassen sich zwei der wichtigsten Schweizer Maler einmal ganz anders erleben

In der neu eröffneten Kiesofenhalle auf dem Areal Attisholz Nord zeigt die «Illuminated Art» zwei der wichtigsten Schweizer Maler ganz neu. Werke von Ferdinand Hodler (1853-1918) und Paul Klee (1879-1940) erwachen zum Leben.

Die grossen Zwei der Schweizer Kunst einmal ganz anders, ganz gross erleben? Eintauchen in ein Bilder- und Farbenmeer, untermalt mit Musik? Solches ist derzeit möglich auf dem Attisholz-Areal, in der neu renovierten Kiesofenhalle. Dem grössten Gebäude auf dem gesamten Gelände. Es sollte etwas Spektakuläres sein, welches die Dimension dieser neuen Eventhalle richtig in Szene setzt und dennoch etwas, womit man die derzeit herrschenden Corona-Auflagen einhalten kann. Das sagte sich Harry Kunz, Geschäftsführer der Up Events!, per Mandat für die Vermarktung der neuen Halle zuständig, die – wie das gesamte Attisholz-Gelände – im Besitz der Halter Immobilien AG steht.

Die Lichtshow «Illuminated Art» des Zürcher Unternehmens Projektil war genau das Richtige. «Die Show wurde Anfang dieses Jahres in der Zürcher Maag-Halle gezeigt, doch mit den Riesendimensionen hier im Attisholz ist sie selbst für die Macher ein neues Erlebnis», freut sich Kunz.

45 Minuten dauert die Farbenshow, in der die wichtigsten Werke der beiden Künstler ganz neu zu erleben sind. Riesig werden die bekannten Frauen-Gemälde Hodlers oder seine Landschaften, die übrigens teils in echt im Solothurner Kunstmuseum zu sehen sind, an die Wände oder die Decke projiziert. Oder Paul Klees Farbenwelten, die scheinbar in einer weiteren Dimension in Rhythmus und Bewegung geraten. Begleitet werden die Shows mit Musik von Brahms bis Gershwin, dazu gibt es kurze Textsequenzen, in denen kunsthistorische Eckpunkte dargelegt werden.

Ein völlig neues Erlebnis also mit zwei Klassikern der Schweizer Kunst und damit eine neue Möglichkeit, weniger Kunstinteressierten einen Zugang zu verschaffen. Moderne Künstler wie Pipilotti Rist setzen solche raumgreifende und immersive Kunst schon länger ein. Die Show ist corona-regelkonform. Das bedeutet, dass in der Riesenhalle, in der eigentlich gut 2500 Personen Platz finden würden, pro Show 100 Personen Einlass bekommen.

Eintauchen in die Werke von Paul Klee und Ferdinand Hodler

Eintauchen in die Werke von Paul Klee und Ferdinand Hodler (Beitrag von TeleM1 vom 5.August)

Die grösste Eventhalle in der Region

Die jetzt neu zugängliche Kiesofenhalle ist die grösste Eventhalle in der näheren und weiteren Region. «Sie ist mit der modernsten LED-Lichtanlage ausgestattet und mit erneuertem Dach für grössere Anlässe gedacht», erklärt Kunz weiter. Heizbar ist die Halle aber nicht.

Diese Halle, mit einer Dimension von 30 mal 100 Metern und einer Höhe von 26 Metern, wurde 1951–1953 als Maschinenhalle für die Kiesofenanlage der Zellulosefabrik erbaut. Hier standen grosse Pyrit- und Schwefelöfen, die der Erzeugung von Schwefeldioxid dienten. Diesen Stoff benötigte man für die Zelluloseproduktion. Von der Kiesofenhalle wurde die gasförmige Schwefelsäure in den nebenstehenden Säureturm geleitet. Es handelt sich um eine Eisenbetonkonstruktion, welche heute als Industriedenkmal, ebenso wie der Säureturm, unter Schutz steht.

Hinweis: Die Shows sind täglich (ausser 14. + 15.8.) bis 29.8. jeweils um 19.05 Uhr, 19.50 Uhr, 20.35 Uhr und 21.20 Uhr zu sehen. Einlass jeweils 5 Minuten vorher. Eintritt Fr. 17.–/Kinder bis 12 Jahre gratis. Pro Show max. 100 Personen. Ticket über www.illuminatedart.ch

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