Solothurn
Heizung im Saal ausgefallen: Fröstelnde Kantonsräte wärmen sich mit Wolldecken

Frösteln im Parlament: Im Solothurner Kantonsratssaal ist am Dienstag die Heizung ausgefallen. Die Kantonsräte wärmten sich mit gelieferten Militärwolldecken und elektrischen Heizöfen.

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René Steiner (EVP) und Susan von Sury (CVP) decken sich mit Wolldecken ein.

René Steiner (EVP) und Susan von Sury (CVP) decken sich mit Wolldecken ein.

zvg/Peter Brotschi

Eiszeit im Parlament: Im Kantonsratssaal ist am Dienstag die Heizung ausgefallen – ausgerechnet an dem Tag, als sich der Winter mit ersten Vorboten meldete und sich die Kantonsräte zur Session einfanden.

«Ihr müsst halt ein wenig heisse Luft produzieren», witzelte Kantonsratspräsident Urs Huber (SP) bei der Begrüssung seiner Kollegen. Während sich im Laufe des Vormittags mehr und mehr Parlamentarier ihre Jacken überstreiften, kontaktierte FDP-Kantonsrat Andreas Schibli seinen Parteifreund Diego Ochsner, Chef des kantonalen Amts für Militär und Bevölkerungsschutz.

Dieser reagierte prompt und liess 80 Militärwolldecken (für 100 Parlamentarier notabene) in den Saal liefern. Zusätzlich installierte der Hausdienst mehrere elektrische Heizkörper im Saal. Zu guter Letzt stieg dann auch noch die elektronische Abstimmungshilfe aus, sodass von Hand abgestimmt werden musste.

Am Nachmittag entschuldigte sich das zuständige Hochbauamt: Weil der Kantonsratsaal nur dann beheizt werde, wenn er auch benutzt wird, habe man den Defekt an der Heizung erst am Morgen bemerkt. Unterdessen sei dieser aber behoben worden. Schuld am Ausfall war ein elektromechanisches Ventil, das nicht funktionierte.

Zu guter Letzt stieg dann auch noch die elektronische Abstimmungshilfe aus, so dass von Hand abgestimmt werden musste. Die Ratsmitglieder trugen nicht viel dazu bei, dass die Sitzung hitzig wurde. Bei den persönlichen Vorstössen, die den Grossteil der Traktandenliste ausmachten, war man sich mehr oder weniger einer Meinung. (sva/sda)

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