Unwetter
Heftige Sommergewitter: Blitzschläge legten im Kanton Solothurn so einiges lahm

In der Nacht auf Mittwoch tobten überall im Kanton teilweise heftige Gewitter. Wegen diversen Blitzeinschläge gab es Stromausfälle, einen kleinen Brand, Einschränkungen im Bahnverkehr und am Mittwoch keine Fernausgabe der Solothurner Zeitung.

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Ob wohl dieser Blitz für einen der Ausfälle verantwortlich war?

Ob wohl dieser Blitz für einen der Ausfälle verantwortlich war?

Andreas Kaufmann

Am Dienstagnachmittag zeigte sich der Himmel über Solothurn noch strahlend blau und wolkenlos. Gegen Abend sah dies jedoch anders aus. So brachen teilweise heftige Gewitter über die Region ein.

Gleich vier Blitzeinschläge sorgten in der Nacht auf Mittwoch für Betriebs- und Stromausfälle. Der wohl folgenschwerste war der Blitz, welcher gegen 21:30 Uhr in das Gebäude der SOL Print in Subingen einschlug.

«Wegen des Blitzeinschlags konnte die Fernausgabe der Solothurner Zeitung nicht produziert werden», meint Christian Bieri, Leiter Zeitungsversand. «Nach dem Einschlag wurde der Strom unterbrochen. Dadurch ist die Druckmaschine ausgefallen und musste neu gestartet werden.» Dieser Vorgang habe gut zwei Stunden gedauert, weshalb die Mittwochsausgabe nicht mehr gedruckt werden konnte.

Etwa zur gleichen Zeit, kam es in der Region Wasseramt zu Stromausfällen. Pia Daumüller, Leiterin Marketing und Kommunikation der AEK Energie AG erklärt: «Wegen eines Blitzeinschlags in einen Strommast in der Nähe einer Trafostation in Recherswil kam es zu einem Erd- und Kurzschluss.» Dadurch sei die Stromleitung, welche von Obergerlafingen ins Äussere Wasseramt führt, ausgefallen.

Die beschädigte Stelle sei schnell isoliert und die Stromleitung wieder in Betrieb genommen worden. «Bis alle der rund 3000 betroffenen Haushalte wieder versorgt waren, dauerte es über eine Stunde», so Daumüller. 90 Prozent der Haushalte seien jedoch schon 30 Minuten nach dem Ausfall wieder mit Strom versorgt gewesen.

Züge lahmgelegt

Ein weiterer Blitzschlag hat am Dienstagabend die SBB-Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist lahm gelegt. Der Blitz schlug auf dem Gemeindegebiet von Recherswil SO in einen Transformator ein, der explodierte und in Brand geriet.

Die Feuerwehr musste den Brand löschen, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Solothurn am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Züge wurden gemäss Angaben der SBB zwischen 21.30 und 23.30 Uhr über die Stammlinie umgeleitet. Dies hatte eine Verlängerung der Fahrzeit zur Folge.

Weiter ist die RBS-Bahnlinie zwischen Bern und Solothurn am Dienstagabend kurzzeitig unterbrochen gewesen. Grund war gemäss der Bahnverkehrsinformation ÖV ebenfalls ein Blitzschlag. Kurz vor Mitternacht war die Störung behoben.

Die Züge fielen zwischen Fraubrunnen und Jegenstorf aus. Es verkehrten Ersatzbusse Fraubrunnen–Jegenstorf. Reisende von Solothurn nach Bern wurden aufgefordert, via Biel zu reisen und dafür mehr Reisezeit einzurechnen. (jvi / sda)