Kürzlich wurde am Solothurner Bürgerspital eine moderne Gefässoperation durchgeführt. Wie die Solothurner Spitäler AG (SoH) in einer Mitteilung schreibt, wurde einer Solothurner Patientin eine Ausbuchtung der Hauptschlagader saniert. Wie es weiter heisst, setzte der Chefarzt Pascal Kissling mit seinem Team vom Gefässzentrum der SoH dazu ein Hilfsmittel neuster Art ein.

Konkret drohte der Patientin ein Aneurysma im Bereich der Hauptschlagader zu platzen. Darauf wurde ein Stentgraft im Bereich der Leisten über einen kleinen Hautschnitt von rund 6mm eingebracht. Für die Entfaltung in korrekter Position kam die Röntgendurchleuchtung zum Einsatz. Dieser Stenttyp ist laut Mitteilung von der neuesten Generation. «In der Schweiz wurde diese Weltneuheit zuvor erst einmal implantiert», so die SoH. Der Stentgraft hat in zusammengefalteter Form einen deutlich kleineren Durchmesser als die Vorgängerprodukte, was die Sicherheit beim Einbringen deutlich erhöhe. Zudem seien die Materialbeschaffenheit und die Beschichtung verbessert worden.

So konnte das drohende Platzen der Hauptschlagader erfolgreich verhindert werden. Die Patientin verliess das Spital bereits vier Tage nach dem Eingriff.

Komplexe Eingriffe dieser Art werden mit der Universitätsklinik Bern, Inselspital Klinik für Herz und Gefässchirurgie, koordiniert, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. «So können schliesslich beide Institutionen vom Know-how profitieren.» Folglich war denn auch der Leiter der endovaskulären Gefässchirurgie vom Inselspital Bern, Vladimir Makaloski, beim Eingriff in Solothurn anwesend. (mgt)