Führungswechsel
Hans Kuhn ist neuer Präsident der Solothurner Handelskammer

Der Geschäftsleiter der Migros Verteilbetrieb Neuendorf AG, Hans Kuhn, ist an der Generalversammlung in Grenchen zum neuen Präsidenten der Solothurner Handelskammer gewählt worden. Er ersetzt Kurt Loosli, der nach sieben Jahren zurückgetreten ist.

Franz Schaible
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Hans Kuhn (links) ersetzt Kurt Loosli an der Spitze der Solothurner Handelskammer.

Hans Kuhn (links) ersetzt Kurt Loosli an der Spitze der Solothurner Handelskammer.

ks/hs

Die diesjährige Generalversammlung der Solothurner Handelskammer stand ganz im Zeichen des Wechsels: Nach sieben Jahren ist Kurt Loosli, Chef des Oltner Herstellers von Taster, Schalter und Tastaturen, EAO, als Präsident zurückgetreten.

Zum Nachfolger wählte heute die Versammlung im Parktheater Grenchen Hans Kuhn, Chef der Migros Verteilbetrieb Neuendorf AG. Der 59-jährige Kuhn sitzt seit 2001 im Vorstand und wirkte ein Jahr als Vizepräsident der Handelskammer. Auch im Vorstand kam es zu einer grösseren Rochade, sind doch zehn Mitglieder zurückgetreten.

Infrastruktur, Bildung und tiefere Steuern

In seiner letzten Ansprache als Präsident hob Kurt Loosli die laufenden Aktivitäten der Handelskammer innerhalb der vier Themen-Schwerpunkte Infrastruktur, Bildung, Administration und Finanzhaushalt hervor. Im Bereich der Infrastruktur wies er insbesondere auf die nationale Bedeutung der energiepolitischen Entscheide hin. «Es macht wenig Sinn, wenn die Kantone eigenständige und möglicherweise sich widersprechende Energiekonzepte verfolgen.»

Im Fokus stehe auch die Bildung. Diese Bemühungen will die Handelskammer ausbauen und unter dem Arbeitstitel KMU-Acadamy ein Konzept erarbeiten, wie sie konsequent auf die KMU- Bedürfnisse ausgerichtet und praxisnah eine Wissensdrehscheibe aufbauen kann. Im Weiteren wird sich die Handelskammer für eine administrative Entlastung der KMU und im Bereich des Finanzhaushaltes auch künftig dafür einsetzen, dass Solothurn im interkantonalen Steuervergleich eine bessere Stellung erreicht.

Starker Franken bereitet Bauchweh

Bauchweh bereitet dem scheidenden Präsidenten die starke Aufwertung des Frankens, die trotz grossem Auftragsbestand bei vielen Unternehmen zu schlechten Ergebnissen führe. «Die rasante Geschwindigkeit des Zerfalls von Euro und Dollar, das lange Anhalten des Zustandes und die fehlende Aussicht auf eine Verbesserung der Situation beuteln viele Betriebe, ja ganze Wirtschaftszweige.»