Für Interessenten am Aufbau eines Jungunternehmens ändert sich nichts: Wie bereits seit 1997 können sie sich für Erstberatungen auch weiterhin an das Gründerzentrum Kanton Solothurn wenden.

Dagegen gibt es bei der Trägerschaft und bei der Umsetzung des Instrumentes zur Jungunternehmensförderung eine Wachtablösung. Der bisherige Trägerverein mutiert zum Förderverein und die operative Tätigkeit – Erstberatungen, Begleitung und Coaching – wird künftig gemeinsam von der Solothurner Handelskammer und dem Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverband wahrgenommen.

«Wir werden die Unterstützung für Firmenneugründungen zielgerichtet weiterführen», versicherte Handelskammer-Direktor Daniel Probst diese Woche an der letzten Generalversammlung des Vereins Gründerzentrum in Oensingen. Es gelte, den Leistungsauftrag der kantonalen Wirtschaftsförderung umzusetzen.

Der Auftrag umfasst eine dreijährige Vereinbarung (2014 bis 2016) mit einem Kostendach von 75 000 Franken pro Jahr.

Gleichzeitig steuert der Förderverein jährlich maximal 18 000 Franken an das Gründerzentrum bei. «Das finanzielle Restrisiko tragen Handelskammer und Gewerbeverband», hielt Probst fest.

Thommen ist neuer Präsident

Als Folge der Mandatsvergabe an die beiden Wirtschaftsverbände – die Wirtschaftsförderung hatte den Auftrag 2012 neu ausgeschrieben – kommt dem Verein Gründerzentrum eine neue Aufgabe zu. Diese manifestiert sich nebst Statutenanpassungen in der erwähnten Namensänderung in Förderverein Gründerzentrum und in einer grossen Rochade im Vorstand.

So trat an der Generalversammlung der seit 2008 amtierende Präsident Fritz Tanner zurück. Als Nachfolger wurde Marc Thommen, Verwaltungsratspräsident und CEO des Architekten- und Planerbüros W. Thommen AG in Olten, einstimmig gewählt. Neu im Vorstand sitzt Rolf Schmid vom Beratungsunternehmen Teag Advisors in Olten. Im Vorstand verbleiben Ernst Zingg, Daniel Ritschard und Matthias Conz. Verabschiedet aus dem Vorstand wurden neben Fritz Tanner auch Roland Simonet, Rolf Büttiker, André Ackermann, Andreas Gasche, Hans Weber und Karin Heimann.

«Mit Drehscheibenfunktion»

«Der Förderverein soll keine Geldsammelstelle sein. Vielmehr wollen wir die Firmengründungskultur fester etablieren», sagte der neue Präsident Marc Thommen. Es gelte, die Kräfte im Bereich Firmengründungen zu bündeln. «Dazu soll der Verein eine Drehscheibenfunktion übernehmen.» Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz soll gestärkt und die Berufsschulen und Kantonsschulen besser eingebunden werden, blickte Thommen nach vorne.