Zwei ganze Woche dauerten sie an, die neunten Aktionstage Psychische Gesundheit. Am Mittwoch Abend endeten sie mit der Verleihung des achten Solothurner Sozialsterns. Manuele Meneghini, Fachexpertin für Prävention und Gesundheitsförderung, hiess die rund 150 anwesenden Personen im ersten Stock des neu renovierten Hotels «La Couronne» in Solothurn im Namen des ganzen Organisationskomitees willkommen. «Gegenseitige Wertschätzung» sei das Geheimnis für den Erfolg der diesjährigen Aktionstage gewesen, sagte Meneghini. «Wertschätzung», so laute aber auch die Voraussetzung für die Wiederintegration psychisch beeinträchtigter Menschen in die Arbeitswelt. Eine solche Integration benötige auch Toleranz, Geduld und Vertrauen vonseiten der Unternehmer.

«In einer immer hektischeren Arbeitswelt dürfen wir Unternehmer die Menschen mit einem Handicap nicht vergessen. Auch sie haben eine echte Chance verdient», zitierte Regierungsrätin Susanne Schaffner an dieser Stelle den letztjährigen Gewinner des Solothurner Sozialsterns, Hans Marti. Die drei Solothurner Unternehmen, die für den achten Sozialstern nominiert worden seien, würden sich ebendiese Zeit nehmen und seien mit ihrem grossen Engagement deshalb strahlende Vorbilder.

In den Reden der Jurymitglieder wurden die besonderen Dienstleistungen, welche die Aeschlimann AG, die Härterei Gerster AG sowie «Immo 11»/Stocker & Haldemann in puncto Integration psychisch erkrankter Menschen übernehmen, für das Publikum ausgeführt.

Die sechsköpfige Jury, die auch die Auswahl der nominierten Firmen getroffen hatte, lobte im Speziellen die Härterei Gerster für ihre konsequente Anwendung der Prinzipien des «Runden Tisches für Menschen mit Krisenerfahrung».

Weil das Familienunternehmen aus Egerkingen die direkte Kommunikation zwischen den behandelnden Ärzten und der Firma aktiv fördert, wurde es mit dem Solothurner Sozialstern ausgezeichnet – dotiert mit 10’000 Franken.