Welternährungstag
Gut essen gehen hilft den Ärmsten

Gut essen gehen und damit Hungernden helfen. Das hat nichts mit schlechtem Gewissen zu tun, sondern ist eine Aktion von Terre des hommes zum Welternährungstag vom kommenden 16. Oktober. Im Kanton Solothurn machen 46 Restaurants mit.

Fränzi Rütti-Saner
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«Hier essen macht doppelt satt». Tischkärtchen machen die Aktion bekannt.

«Hier essen macht doppelt satt». Tischkärtchen machen die Aktion bekannt.

Die UNO hat den Dienstag, 16. Oktober, zum Welternährungstag erklärt. An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass immer noch über eine Milliarde Menschen an Hunger leiden. Am schlimmsten davon betroffen sind die Kinder in den ärmsten Ländern dieser Welt. Über elf Millionen Kinder sterben jährlich an den Folgen von Mangelernährung, ungenügender Hygiene und unsauberem Trinkwasser.

Anlässlich des Welternährungstages organisiert Terre des hommes jedes Jahr eine Solidaritätsaktion, die zusammen mit Restaurants sowie Alters- und Pflegeheimen durchgeführt wird. Die Aktion findet in der Deutschschweiz bereits zum 17. Mal in Folge statt. Wer mitmacht, überweist einen Teil seines Tagesumsatzes (mindestens 300 Franken oder 10 Prozent des Tagesumsatzes) zu-gunsten der Gesundheitsprojekte von Terre des hommes. Im vergangenen Jahr konnten mit der Hilfe zahlreicher Restaurants, Partnern und unzähligen Restaurantbesuchern so über 240000 Franken gesammelt werden.

Fixer Betrag an Terre des hommes

Die meisten Restaurants in der Region spenden einen fixen Betrag an Terre des hommes, wie eine kleine Umfrage zeigt. Im Kanton Solothurn machen 46 Restaurants mit. Im Oberaargau sind zwei auf der Liste von Terre des hommes zu finden. Interessant ist, dass jede Gastro-Kategorie zu den Spendefreudigen zählt. Da gibt es die 17-«Gault Millau»-Punkte-Häuser ebenso wie die ganz einfache Quartierbeiz. Margrit Kissling aus Bellach, freiwillige Mitarbeiterin bei Terre des hommes und für diese Aktion zuständig, ist sehr zufrieden mit dem zu erwartenden Spendenergebnis. «Wir haben im Kanton Solothurn zwischen 450 und 500 Gastrobetriebe, und rund 10 Prozent davon machen mit.

Das ist doch ein tolles Ergebnis.» Die Aktion laufe ohne grosse Diskussionen ab, erklärt sie weiter. «Wir verschicken auch noch einen Fragebogen an die Wirte, doch der Rücklauf davon ist bescheiden. Man hat wohl nur wenig Zeit, einen solchen Bogen auszufüllen.» Auch viele Gäste wissen oft nicht, dass ihr Wirt bei der Aktion mitmacht. «Dabei stellen wir Tischkärtchen zur Verfügung, die auf die Spendenaktion aufmerksam machen. Doch nicht alle Wirte stellen diese auch auf.» Hin und wieder komme es vor, dass auch ein Spenden-Kässeli für die Gäste aufgestellt würde.

Margrit Kissling ist jedoch überzeugt, mit dem gespendeten Geld viel Gutes tun zu können. «Die diesjährige Spende kommt allen 16 Ländern, in denen Terre des hommes tätig ist, zugute, und zwar für Kinder und deren Mütter, die an Mangelernährung und Hunger leiden.»