Das Interesse an Erdwärmesonden und Grundwasserwärmenutzungen zum Heizen oder Kühlen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Seit 1995 sind über 2000 neue Erdwärmesondenanlagen bewilligt worden. Dies trägt zur Minderung des CO2-Ausstosses bei und schont die fossilen Ressourcen, birgt aber Risiken für das Grundwasser. Das Amt für Umwelt hat deshalb eine neue Richtlinie publiziert, die die Zulässigkeit von Erdwärmesonden und Grundwasserwärmenutzungen regelt. Die neue Richtlinie richtet sich an alle, die mit der Planung oder Ausführung von Anlagen zur Nutzung der Erdwärme oder des Grundwassers zu Heiz- oder Kühlzwecken beauftragt sind. Die Ausführungen zum Gesuchs- und Bewilligungsverfahren richten sich insbesondere an die betroffenen Bauherrschaften und kommunalen Baubehörden, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Nutzung von Grundwasser und Erdwärme könne bei unsachgemässem Bau und beim Betrieb der Anlagen die Qualität sowie die Quantität des Grundwassers beeinträchtigen, wird die Bedeutung der Richtlinie unterstrichen. Auch könnten Dritte durch Wasser- oder Gasaustritte sowie durch das Anbohren von quellfähigen Gesteinen gefährdet werden. «Es gilt also, bei der Bewilligung der Anlagen sowohl den Schutz der Grund- und Trinkwasservorkommen wie auch die geologischen Risiken zu beachten.»

Ab 2015 mit interaktiver Karte

In der Richtlinie werden die Zulässigkeit für solche Anlagen im Kanton Solothurn verbindlich festgelegt. Dabei stütze man sich auf die Empfehlungen des Bundes und berücksichtige alle verfügbaren Kenntnisse über den natürlichen Untergrund und der regionalen Besonderheiten.

Als neue Dienstleistung wird der Kanton Anfang 2015 zudem eine interaktive Karte zur Abklärung der Zulässigkeit von Erdwärmesonden auf dem Internet bereitstellen. Das Amt für Umwelt wird zu gegebener Zeit darüber informieren. (szr)

Die Richtlinie ist im Internet abrufbar: www.so.ch/departemente/bau-und-justiz/amt-fuer-umwelt/aktuell.html