Kanton Solothurn
Gründerzentrum wird ab 2014 von Handelskammer und Gewerbeverband geführt

Die staatlich mitfinanzierte Jungunternehmerberatung wird auf neue Beine gestellt. Anstelle des Vereins Gründerzentrums Kanton Solothurn tritt ab 2014 die Solothurner Handelskammer und der Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband.

Franz Schaible
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Die Anlaufstelle für Jungunternehmen bleibt in der Geschäftsstelle der Handelskammer integriert.

Die Anlaufstelle für Jungunternehmen bleibt in der Geschäftsstelle der Handelskammer integriert.

Das ist das Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung, welche die kantonale Wirtschaftsförderung im vergangenen Mai lanciert hatte. Der Regierungsrat hat nun den Auftrag an die beiden Wirtschaftsverbände vergeben. «Mit Genugtuung» reagieren die Verbände auf den Entscheid, heisst es in einer Mitteilung. Ihr gemeinsames Angebot habe im Auswahlverfahren als «das am wirkungsvollste und wirtschaftlichste» abgeschnitten. Der bestehende Trägerverein soll als Förderverein weitergeführt werden, die Anlaufstelle bleibe in der Geschäftsstelle der Handelskammer integriert.

Seit dem Start 1998 dabei

Die Verbände stünden seit dem Start des Gründerzentrums 1998 als Mitglieder und aktiv im Vorstand hinter dem Angebot, Personen, die eine Firma gründen wollen, zu beraten und über Chancen und Risiken ihrer Geschäftsidee aufzuklären. Mit der Weiterführung des Angebotes gehe das angesammelte Know-how nicht verloren, und die «Kunden» könnten von den Kontaktnetzwerken der «zwei bedeutendsten kantonalen Wirtschaftsverbände» profitieren.

Dreijährige Leistungsvereinbarung

Der Auftrag für die Gründungsberatung umfasst eine dreijährige Leistungsvereinbarung (2014 bis 2016) mit dem Kanton mit einem Kostendach von 75000 Franken pro Jahr. Die Ausschreibung des Auftrages im Mai sorgte für einige Unruhe. Wirtschaftsförderin Karin Heimann betonte, dass damit keine Kritik an der bislang geleisteten Arbeit des Gründerzentrums verbunden sei. Aber angesichts vieler neuer entstandener Projekte für die Jungunternehmerförderung wolle man die staatlich finanzierte Jungunternehmerberatung grundsätzlich überprüfen.