Zum ersten Mal ging am 27. November nichts mehr im modernsten Knast der Schweiz. Die Lichter waren aus, Telefone funktionierten nicht mehr, die Zelltüren liessen sich nur noch mechanisch schliessen. Die Notstrom-Versorgung funktionierte nicht. 

Nach vier Stunden konnten Techniker das Problem dann beheben. Es hiess, dass zu viele Geräte gleichzeitig ans Netz gehängt wurden. Dies führte zu einer Überlastung.

Nur drei Tage nach diesem Vorfall fiel in der Justizvollzugsanstalt erneut der Strom aus. Diesmal konnte die Notstromversorgung nach rund 15 Minuten in Betrieb genommen werden.

Problem noch nicht behoben

Die detaillierte Klärung der Stromausfälle zeigt nun, «dass weitere offenbar fehlerhafte Sicherungen eingebaut wurden», wie die Solothurner Staatskanzlei mitteilt. Diese sorgten dann für die ersten Teilausfälle der Schwachstromanlage.

David Brunner vom Hochbauamt des Kantons Solothurn erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, dass schlichtweg falsche Sicherungen geliefert worden seien. Die zu schwachen Sicherungen, die korrekt angeschrieben gewesen seien, müssten nun ausgewechselt werden.

Dass es weitere Ausfälle geben wird, kann nicht ausgeschlossen werden. «Bis sämtliche technischen Massnahmen umgesetzt sind, kann es in Teilen der Schwachstromversorgung zu weiteren kurzen Stromausfällen kommen», heisst es im Communiqué.

Es wird betont, dass die Stromversorgung der wesentlichen sicherheitsrelevanten Systeme, wie die Ein- und Ausbruchmeldeanlage oder die Alarmierungen, jederzeit sichergestellt gewesen sei und es auch sein werde. Diese seien zusätzlich separat abgesichert. (ldu)