Die Partei befürwortet, dass der Kanton die Nutzung von Ressourcen aus dem tiefen Untergrund mehr als 400 Metern Tiefe gesetzlich regeln will. Das Potenzial zur Wärmegewinnung und zur Stromproduktion sei gross, schreiben die Grünen in ihrer Vernehmlassungsantwort zum Gesetzesentwurf. «Tiefe Erdwärme lässt sich umweltfreundlich, CO2-arm und platzsparend nutzen.»

Allerdings sei im Hinblick auf die Gefährdung von Grundwasser grosse Vorsicht geboten. Die Grünen beantragen deshalb, dass eine klare Prioritätsklausel für den Schutz des Grundwassers im Gesetz verankert wird. Korrekt sei der Grundsatz, dass dem Kanton gehört, was an nutzbaren Gütern tief unter dem Boden liegt.

Die Grünen wollen, dass allein der Regierungsrat für die Erteilung von Konzessionen zuständig ist und dass die Konzession maximal 60 Jahre gewährt wird. Sie beantragen weiter, dass die Methode des «Fracking» zur Förderung fossiler Brennstoffe auf Kantonsgebiet untersagt wird, weil die Risiken zu gross seien. Schliesslich befürworten die Grünen, dass sich die Konzessionsgebühr aus einem Grundtarif und einem Anteil auf den erzielten Gewinn zusammensetzt.

Dieser soll tiefer als die vorgeschlagenen 50 Prozent sein, damit der Anreiz steigt, in diese zukunftsweisende Form der Energiegewinnung zu investieren. Mitauslöser für den Gesetzesentwurf waren Interpellation der Grünen. (mgt)