Die Kantonsratsfraktion der Grünen verlangt für die Neuauflage der Unternehmenssteuerreform eine Variante, die zu weniger Ausfällen führt. Die Grünen würdigen, dass der Regierungsrat die Stimmbevölkerung ernst genommen habe, namentlich bei der Höhe des Gewinnsteuersatzes.

Die Einnahmenausfälle von nun 46 Millionen Franken sind ihnen aber immer noch zu hoch. Zur Reduktion des Fehlbetrags propagieren sie folgende Massnahmen: ein weiteres Anheben der Besteuerung hoher Vermögen ab 3 Mio. Franken, eine «deutliche Korrektur» bei der Dividendenbesteuerung sowie eine Entlastungsbegrenzung von 50 Prozent.

Die Grünen bringen eine neue Variante ins Spiel: die Beibehaltung eines zweistufigen Tarifs. Bei Gewinnen bis 100'000 Franken liegt der kantonale Steuersatz schon heute bei 5 Prozent, was zur angepeilten Gesamtbelastung von durchschnittlich 16 Prozent führt. «Damit auch die zahlreichen KMU im tiefen Gewinnbereich die Reform mittragen und gleichzeitig die Erträge nicht weiter schrumpfen», könnte es sich nach Auffassung der Grünen bewähren, die Abstufung mit einem Steuersatz von 4,5 Prozent auf den tiefen und 5,5 Prozent auf den höheren Reingewinnen beizubehalten. (szr)