Schenkkreis-Morde
Grenchner Schenkkreis-Morde: Noch kein Entscheid im Fall Ruth S.

Der Anwalt von Ruth S. – der Mitverurteilten bei den Schenkkreismorden – fordert eine Freilassung aus der Sicherheitshaft bis zum Obergerichtstermin. Es bestehe keine Fluchtgefahr im Fall von Ruth S. Der Entscheid in dieser Sache steht noch aus.

Urs Mathys
Merken
Drucken
Teilen

Keystone

Muss Ruth S. bis zum Obergerichtstermin in Sicherheitshaft bleiben – oder ist sie bis zur Verhandlung freizulassen? Noch ist dieser Entscheid der Obergerichts-Beschwerdekammer hängig. Sie hat über eine Beschwerde der wegen mehrfachen Mordes in erster Instanz zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe Verurteilten zu entscheiden. «Es läuft noch eine Frist für eine Stellungnahme ihres Anwalts», erklärt Gerichtsschreiberin Beatrice Ramseier auf Anfrage: «Vor nächster Woche ist kein Entscheid zu erwarten».

Die 51-Jährige ist am 25. Mai mit Patric S. (35) und Guido S. (27) wegen der Tötung der Grenchner Familie Dubey schuldig gesprochen und in Sicherheitshaft gesetzt worden. Weil keine Fluchtgefahr bestehe, sei Ruth S. sofort freizulassen, fordert ihr Anwalt.

Nachträglich aufgetauchter «Kronzeuge» entlastet Ruth S.

Im Zusammenhang mit den Schenkkreis-Morden von Grenchen sei ein neuer Zeuge aufgetaucht, der mit seinen Aussagen Ruth S. klar entlaste, vermeldete am Dienstag der Fernsehsender Tele M1. Der angebliche Ohrenzeuge will gehört haben, dass sich die beiden Täter Patric S. und Guido S. kurz nach dem Dreifachmord abgesprochen hätten, Ruth S. als Anstifterin und Drahtzieherin zu denunzieren. Der Anwalt der Frau hatte diese dominierende Rolle stets bestritten.