Zum nördlichen Goetheanum-Park in Dornach gehört eine verwilderte Fläche Land. Einst wurde dieses als Obstwiese und zur Gewinnung von Weidenruten für den Rebbau genutzt. Nun gestaltet die Goetheanum-Gärtnerei das Gelände zum Feuchtgebiet um.

Der Goetheanum-Gartenpark und seine Umgebung sind von unterirdischen Wasseradern durchzogen, heisst es in der Pressemitteilung. Wo sie hervortreten, bilden sich Wasserläufe, feuchte Stellen und Weiher. Auch das Gelände hinter dem Glashaus auf Arlesheimer Boden ist ein Feuchtgebiet. Früher wuchsen hier Obstbäume und Weiden, deren Ruten der Befestigung von Reben in der Nachbarschaft dienten.

Um diesen Naturraum wieder zu erschliessen, hat sich die Goetheanum-Gärtnerei vom Dornacher Biologen Daniel Knecht beraten lassen: Eine Feuchtwiese soll die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen erhöhen.

Ausholzen für mehr Licht

In Zusammenarbeit mit den Naturschutzvereinen Arlesheim und Dornach und den zuständigen Behörden wird das in den letzten Jahren verwilderte Gelände seit diesem Monat neu gestaltet: Sträucher, Brombeeren und einige Bäume wurden entfernt, um das Gebiet zu durchlichten. Ziel ist, dass sich im wärmeren und sonnigeren Gelände Tiere wie Amphibien auf der Wildwiese ansiedeln.

Neu gestaltet wird in diesem Abschnitt auch der Schwinbach. Das Bachbett soll etwas erhöht werden, um die Böschung zu stabilisieren. Hier wartet man noch auf die Bewilligungen durch die zuständigen Behörden.

Schon jetzt sind die Wege mit Schredderholz neu markiert. Später sollen noch Sitzbänke aufgestellt werden. Benno Otter von der Goetheanum-Gärtnerei wünscht sich, dass sich der Mensch mit der Natur verbindet. (bz)